Erste Warnstreiks in Tarifrunde Metall in Sachsen

Sohland/Aue - Mit ersten Warnstreiks hat die IG Metall am Dienstag in Sohland (Landkreis Bautzen) und Aue (Erzgebirge) ihren Forderungen an die Arbeitgeberseite Nachdruck verliehen.

Mitarbeiter des Metallbetriebes Auerhammer im erzgebirgischen Aue streikten vor dem Werk. Sie fordern vier Prozent mehr Geld für zwölf Monate.
Mitarbeiter des Metallbetriebes Auerhammer im erzgebirgischen Aue streikten vor dem Werk. Sie fordern vier Prozent mehr Geld für zwölf Monate.  © Uwe Meinhold

Nach Gewerkschaftsangaben legten in Sohland 50 Metaller vorübergehend die Arbeit nieder, in Aue beteiligten sich bis zu 80 Mitarbeiter eines Metallunternehmens an dem Ausstand. Zuvor hatte die IG Metall Ostsachsen "Warnstreik-Tickets" verteilt. Damit wurde die Anzahl der Streikenden begrenzt, um die Abstandregeln einzuhalten.

In der Nacht zuvor war die Friedenspflicht für die Gewerkschaft in der laufenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie ausgelaufen. Die IG Metall fordert vier Prozent mehr Geld für zwölf Monate, das zur Sicherung von Beschäftigung und Einkommen eingesetzt werden soll.

Neben betrieblichen Zukunftstarifverträgen sind laut Gewerkschaft auch ein tarifliches Angleichungsgeld und die Verbesserung der Übernahmeregelungen für Auszubildende Thema in den Verhandlungen.

Die Beschäftigten in Aue machen sich den Angaben zufolge unter anderem dafür stark, dass in dem für sie geltenden Haustarifvertrag die Entgelte denen des Flächentarifs weiter angeglichen werden.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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