WhatsApp-Betrug erfolgreich: Rentner aus dem Erzgebirge abgezockt

Schneeberg/Annaberg-Buchholz - Schon wieder war ein WhatsApp-Betrug erfolgreich: Ein Rentner (71) fiel auf die Masche herein und verlor eine vierstellige Summe.

Ein Rentner (71) aus dem Erzgebirge fiel auf einen WhatsApp-Betrug herein. Er verlor 3000 Euro. (Symbolbild)
Ein Rentner (71) aus dem Erzgebirge fiel auf einen WhatsApp-Betrug herein. Er verlor 3000 Euro. (Symbolbild)  © 123/bigtunaonline

Am Dienstagmorgen leuchtete das Smartphone des Rentners aus Schneeberg (Erzgebirge) auf. Seine angebliche Tochter meldete sich unter einer neuen Nummer.

"Außerdem seien all ihre Daten verloren gegangen, weshalb sie den Senior bat, zwei noch offene Rechnungen zu begleichen", so ein Polizeisprecher. Gutgläubig überwies der Rentner insgesamt 3000 Euro auf ein deutsches Konto und fiel somit auf den WhatsApp-Betrug herein.

Anders ein Mann (61) aus Annaberg-Buchholz: Er erhielt am Dienstagmorgen ebenfalls eine WhatsApp-Nachricht von seiner angeblichen Tochter. Auch in diesem Fall sollte der 61-Jährige vermeintliche Rechnungen bezahlen. Doch dem Rentner kamen Zweifel auf.

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Daraufhin löschten die unbekannten Täter den Chatverlauf. Zu einer Zahlung kam es nicht.

Mann (31) aus Mittelsachsen fällt auf "Europol"-Betrug herein: 9000 Euro futsch!

Aktuell häufen sich Betrugs-Anrufe der EU-Polizeibehörde "Europol".
Aktuell häufen sich Betrugs-Anrufe der EU-Polizeibehörde "Europol".  © 123/Jerry Lampen/ANP/dpa

Auch ein 31-Jähriger aus Hartmannsdorf (Landkreis Mittelsachsen) fiel auf einen Betrug herein. Am Dienstagvormittag klingelte sein Handy - am anderen Ende meldete sich eine Person, die angeblich für die EU-Polizeibehörde "Europol" arbeite.

"Es kam zu einem zweistündigen Gespräch in englischer Sprache mit angeblichen Polizeibeamten von 'Europol'", so ein Polizeisprecher. Dem Mann wurde erzählt, dass gegen ihn internationale Ermittlungen wegen Betrugs und Geldwäsche laufen würden.

Der 31-Jährige eröffnete daraufhin drei Konten und überwies insgesamt mehr als 9000 Euro von seinem Bankkonto auf die drei Konten.

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Auch ein 24-Jähriger aus Aue-Bad Schlema erhielt am Dienstag einen "Europol"-Anruf. Laut Polizei kam in diesem Fall allerdings kein Gespräch zustande.

Immer wieder kommt es zu derartigen Betrugsfällen. Zuletzt wurde eine Frau (51) aus dem Erzgebirge abgezockt. Sie fiel auf einen Dating-Betrüger herein und überwies ihm insgesamt 90.000 Euro!

Titelfoto: 123/bigtunaonline

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