Eskalation bei Demo in Dresden: Kretschmer verteidigt den Polizisten

Dresden - Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat im Zusammenhang mit dem umstrittenen Verhalten eines Polizisten den Beamten in Schutz genommen.

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, verteidigt das Verhalten des Polizei-Einsatzleiters (l.).
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, verteidigt das Verhalten des Polizei-Einsatzleiters (l.).  © Bildmontage/Christoph Soeder/dpa/privat

"Man darf Aktion und Reaktion nicht verwechseln", sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Der Beamte sei umringt gewesen von Menschen, "die potenziell als Angreifer und Gewalttäter einzustufen sind".

Bei der Auswertung des Einsatzes sei festgestellt worden, dass er sich korrekt verhalten habe, als er die Hand auf die Waffe legte, damit sie ihm nicht weggenommen werden könne.

Auch unter Verweis auf eine Nebelbombe bei dem Einsatz sprach Kretschmer von einer "furchtbaren, gewalttätigen" Situation. "Den Satz, den er gesagt hat, den bedauert er heute." Das sei aus der Situation heraus geschehen, "das wird ihm auch kein zweites Mal passieren".

Die Beamten hätten es in vielerlei Hinsicht auch mit Menschen zu tun, "die sich nicht an Recht und Ordnung halten, Demonstrations- und Meinungsfreiheit nicht als solche nutzen", sondern immer Gewalt und Angriffe. "Dem treten wir entgegen."

Das Verhalten des Beamten in Dresden sorgt für Kritik

Am Wochenende hatte das Verhalten eines Polizei-Einsatzleiters bei einer Demonstration zur Aufnahme von Flüchtlingen in Dresden für Kritik gesorgt.

In einem über Twitter verbreiteten Video sind Vermummte zu sehen, von dem Polizisten war der Satz zu hören: "Schubs mich und du fängst Dir `ne Kugel". Dabei legt er die Hand über seine Dienstwaffe. Nach Angaben der Polizei habe er diese sichern wollen (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Bildmontage/Christoph Soeder/dpa/privat

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