Fast 200 afghanische Ortskräfte und deren Angehörige in Sachsen aufgenommen

Dresden - Sachsen hat bisher 179 Ortskräfte aus Afghanistan und deren Familienangehörige aufgenommen, darunter 103 Kinder.

Die Bundeswehr flog nach der Machtübernahme der Taliban viele Ortskräfte nach Deutschland.
Die Bundeswehr flog nach der Machtübernahme der Taliban viele Ortskräfte nach Deutschland.  © dpa/Bundeswehr/Marc Tessensohn

Nach Angaben des Innenministeriums in Dresden vom heutigen Donnerstag läuft die Aufnahme seit Jahresbeginn. Die Menschen wurden sofort nach ihrer Ankunft in Landkreisen und kreisfreien Städten entweder vorübergehend in Gemeinschaftsunterkünften oder in Wohnungen untergebracht.

Sie bekommen eine befristete Aufenthaltserlaubnis, vorerst für drei Jahre, wie ein Ministeriumssprecher mitteilte. Damit dürften sie arbeiten und an Integrationskursen teilnehmen, um Deutsch zu lernen.

Die zuständigen Jobcenter helfen bei beruflicher Qualifizierung und Jobsuche, Kinder im entsprechenden Alter gehen innerhalb weniger Wochen in die Schule und bedürftige Familien erhalten Sozialleistungen.

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Gemäß Absprachen der Innenministerkonferenz erfolgt die Aufnahme der Ortskräfte in einem individuellen, vereinfachten und unbürokratischen Verfahren. Sie werden den Bundesländern gemäß des Königsteiner Schlüssels zugewiesen, für Sachsen sind das rund fünf Prozent.

Auf dieser Grundlage wird der Freistaat laut Ministerium auch weitere Ortskräfte und deren Familien aufnehmen.

Nach der Machtübernahme der militanten Islamisten in der Hauptstadt Kabul Mitte August waren mit Evakuierungsflügen der Bundeswehr auch Menschen aus Afghanistan nach Deutschland gekommen.

Nach dem Ende der Luftbrücke Ende August folgten weitere Menschen auf anderem Wege – etwa via Pakistan oder über das Emirat Katar.

Titelfoto: dpa/Bundeswehr/Marc Tessensohn

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