Frauen verdienen in Sachsen immer noch weniger als Männer, im Rest Deutschlands ist es noch schlimmer

Dresden - Zum Internationalen Aktionstag für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern, dem Equal Pay Day, wird klar: Frauen haben auch im vergangenen Jahr in Sachsen weniger verdient als Männer.

Katja Meier (41, Grüne) ist nicht nur die sächsische Justizministerin, sondern auch die Staatsministerin für Gleichstellung.
Katja Meier (41, Grüne) ist nicht nur die sächsische Justizministerin, sondern auch die Staatsministerin für Gleichstellung.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Die Einkommenslücke, der sogenannte Gender Pay Gap, lag 2020 bei sieben Prozent, wie aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes vom Dienstag hervorgeht. Damit blieb die Einkommenslücke auf dem gleichen Niveau wie 2019.

Der Freistaat steht damit allerdings besser da als der Bundesdurchschnitt: Bundesweit lag der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern bei 18 Prozent.

Auch sieben Prozent könnten nicht zufriedenstellen, betonte Gleichstellungsministerin Katja Meier (41, Grüne). "Denn Ziel muss es sein, diese Lohnlücke ganz zu schließen."

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Seit 2008 wird die Lücke am Equal Pay Day, also dem Internationalen Aktionstag für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern, angeprangert.

Der Termin beschreibt den Tag im Jahr, bis zu dem Frauen rechnerisch umsonst arbeiten müssten, wenn man die Lücke in Arbeitszeit umrechnete. In diesem Jahr fällt der Equal Pay Day auf den 10. März.

Gerade die Corona-Krise zeige, dass die Diskussion um gerechte Löhne weitergeführt werden müsse, erklärte die Grünen-Politikerin.

"Es sind Frauen, die das Land in den sogenannten frauentypischen Berufen am Laufen halten - sei es in der Alten- und Krankenpflege, der Kinderbetreuung oder im Einzelhandel. Sie sind systemrelevant und trotzdem vielfach unterbezahlt", so Ministerin Meier.

Titelfoto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

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