Freilichtmuseum meets Hightech: So soll das Erlebnis in Gävernitz zum Event werden

Gävernitz - Die Fürstengräber bei Großenhain sollen schon bald zur Attraktion werden.

Norbert Sauer (54) will den Archäologiepark mit seinem Verein zur Attraktion machen.
Norbert Sauer (54) will den Archäologiepark mit seinem Verein zur Attraktion machen.  © Thomas Türpe

Dafür möchte der noch junge Verein "Archäologiepark Gävernitz" sorgen. In Sachsens ältestes Freilichtmuseum kann man schon bald mit einer computergestützten AR-Brille rund um die historischen Hügelgräber auf den Spuren der bronzezeitlichen Siedler wandeln.

Ende der 1920er-Jahre legte der Prähistoriker Gotthard Neumann (1902 bis 1972) zwei 3000 Jahre alte Grabhügel aus der jüngeren Bronzezeit in Gävernitz frei. Mit der Ausgrabung schuf er 1930 ein archäologisches Museum unter freiem Himmel. Und das soll bald in ganz neuem Glanz erstrahlen.

Der Verein "Archäologiepark Gävernitz" gründete sich im vergangenen Jahr unter dem Vorsitz von Norbert Sauer (54). Gemeinsam mit den Mitgliedern möchte er den Park öffentlich zugänglich machen und Sachsens ältestem Freilichtmuseum wieder Leben einhauchen. Mit AR-Brillen können Besucher ab September die Fundstelle erleben, als wären sie in der Bronzezeit.

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"Vor zwei Wochen haben wir die Hügelgräber freigelegt und einen Grillplatz mit 20 Kilometer Weitblick errichtet", sagt Norbert Sauer.

Damit soll es noch nicht genug sein. "Auf Infotafeln sollen verschiedenste Themenfelder bearbeitet werden - diese beleuchten alles rund um die Geschichte der Grabhügel und bronzezeitliches Metallhandwerk."

Titelfoto: Thomas Türpe

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