Ganz Tschechien ist Risikogebiet! Können Sachsen überhaupt noch bedenkenlos Kippen kaufen?

Dresden/Prag - Das war's mit Billigtanken und dem Fluppenkauf auf dem Grenzmarkt. Die Bundesregierung hat am Freitag neben Luxemburg und Tirol auch ganz Tschechien wegen rasant steigender Infektionszahlen zum Corona-Risikogebiet erklärt und warnt nun vor Reisen dorthin.

Kippenkauf? Hinter der Grenze in Schmilka ist das problemlos möglich, am Grenzübergang Klingenthal etwa gilt das strenge Corona-Reglement.
Kippenkauf? Hinter der Grenze in Schmilka ist das problemlos möglich, am Grenzübergang Klingenthal etwa gilt das strenge Corona-Reglement.  © picture-alliance / dpa

Die Risikoliste des Robert Koch-Instituts und die Reisehinweise des Auswärtigen Amts wurden entsprechend aktualisiert. Damit sind nun 15 von 27 EU-Ländern zumindest teilweise Corona-Risikogebiete.

Polen ist das einzige der neun Nachbarländer Deutschlands, das noch nicht betroffen ist. Aber auch dort steigen die Infektionszahlen. Die meisten tschechischen Regionen waren bereits am Mittwoch in die Risikoliste aufgenommen worden. 

Jetzt folgten noch die Mährisch-Schlesische Region im äußersten Osten des Landes an der Grenze zu Polen und das an Sachsen grenzende Usti (Aussig). Dort konnte man Freitag problemlos shoppen. 

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Nun fallen laut Sozialministerium auch diejenigen Sachsen, die nur mal kurz zum Kippenkauf drüben waren, unter die Quarantänepflicht.

Zigarettenkäufer müssen in Quarantäne

Den Billa in Weipert kann man noch problemlos besuchen, ohne bei der Einreise in die Quarantäne-Falle zu tappen.
Den Billa in Weipert kann man noch problemlos besuchen, ohne bei der Einreise in die Quarantäne-Falle zu tappen.  © Bernd März

"Einreisende aus Risikogebieten müssen sich zunächst häuslich für 14 Tage absondern und beim Gesundheitsamt am Wohnort melden", erklärte Ministeriums-Sprecherin Theresa Schmotz auf TAG24-Nachfrage.

Ein negativer Corona-Test könne die Quarantäne verkürzen. Allerdings: Kontrollieren lässt sich das im Individualverkehr kaum. Denn spezielle Corona-Grenzkontrollen gibt es derzeit nicht, wie die Bundespolizei auf Anfrage erklärte. 

Lediglich Kippenkauf hinter der Grenze in Schmilka war bis Freitag in Ordnung. Nun aber gilt das strenge Corona-Reglement, ganz Tschechien ist Risikogebiet. 

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Lediglich die Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel müssen Aussteigekarten ausfüllen, die dann an die jeweiligen Gesundheitsämter weitergeleitet werden.

Titelfoto: picture-alliance / dpa

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