Gegen das Virus gerüstet: Rettungs-Heli wird zur Isolierstation

Bautzen - Sachsen besitzt jetzt eine fliegende Isolierstation. Aufgrund der angespannten Corona-Lage stattete die DRF Luftrettung ihren Rettungshubschrauber "Christoph 62" in Bautzen mit einem sogenannten EpiShuttle aus.

Bislang kam das EpiShuttle einmal zum Einsatz. Auch nach Corona soll die High-Tech-Box Bestandteil der Ausrüstung auf dem Heli bleiben.
Bislang kam das EpiShuttle einmal zum Einsatz. Auch nach Corona soll die High-Tech-Box Bestandteil der Ausrüstung auf dem Heli bleiben.  © DPA / Sebastian Kahnert

Die High-Tech-Isoliertrage ähnelt dem Sarg von Schneewittchen.

"Die Person liegt unter einer durchsichtigen Abdeckung, kann über luftdichte Zugänge an ein Intensivbeatmungsgerät angeschlossen sowie zeitgleich überwacht und behandelt werden. So fliegen wir Patienten schnell, sicher und bestens überwacht in eine Klinik", erklärt DRF-Notarzt Florian Reifferscheid.

Die leitende Notfallsanitäterin Anke Wießler von "Christoph 62" berichtet: "Durch das EpiShuttle sind wir als Crew geschützt, da der Patient von uns isoliert wird. Die Zeit, in der wir die komplette Schutzausrüstung tragen müssen, reduziert sich auf die Übernahme und Übergabe des Patienten."

Patienten mit hochansteckenden Krankheiten können im EpiShuttle wie in einer Isolierstation transportiert werden.
Patienten mit hochansteckenden Krankheiten können im EpiShuttle wie in einer Isolierstation transportiert werden.  © DPA / Sebastian Kahnert

Eine Arbeitserleichterung. Zudem gewinnt die Crew Zeit, denn vor dem nächsten Einsatz muss die Heli-Kabine nicht komplett desinfiziert werden.

Titelfoto: DPA / Sebastian Kahnert

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