Gegen Raubkopierer: So will Sachsen seine Handwerkskunst schützen

Dresden - Schluss mit Abkupfern!

Soll durch eine neue EU-Verordnung besser vor Raubkopierern geschützt werden: Schnitzkunst aus dem Erzgebirge.
Soll durch eine neue EU-Verordnung besser vor Raubkopierern geschützt werden: Schnitzkunst aus dem Erzgebirge.  © Rainer Weisflog

Handwerkliche oder gewerbliche Erzeugnisse wie Dresdner Stollen, Holzkunst aus dem Erzgebirge, Sebnitzer Kunstblumen oder Plauener Spitze sind derzeit ohne Schutz der geografischen Angabe. Die Fachkommission für Wirtschaftspolitik (ECON) des europäischen Ausschusses der Regionen (AdR) hat die EU-Kommission am heutigen Freitag aufgefordert, das zu ändern.

Aber das reicht Regionalminister Thomas Schmidt (60, CDU) nicht. Er hat als ECON-Mitglied deshalb einen ergänzenden Antrag eingereicht. "Wir fordern die EU-Kommission auf, zum Schutz geografischer Angaben für gewerbliche und handwerkliche Erzeugnisse aus der Europäischen Union einen entsprechenden Verordnungsentwurf zu erarbeiten und zur Beschlussfassung vorzulegen."

Sachsen habe viele einmalige und traditionsreiche Erzeugnisse und würde sehr von diesem Schutz profitieren, so Schmidt weiter.

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"Ich freue mich darauf, in Zukunft ganz viele solcher Produkte aus ganz Europa kennenzulernen. Mehr Aufmerksamkeit können alle gut gebrauchen."

Ursprünglich war lediglich ein Prüfauftrag vorgesehen. Ob Schmidts Intervention erfolgreich ist, entscheidet sich im Herbst. Dann wird die Stellungnahme abschließend im AdR-Plenum beraten.

Titelfoto: Rainer Weisflog

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