Sachsens Corona-Impfzentren in Planung: Hier könnten sie bald stehen!

Dresden - In Sachsen werden die ersten Impfzentren geplant. Die ersten Extra-Wünsche sind schon da.

Bereits Mitte Dezember könnte das große Impfen beginnen. Noch haben die Arzneimittelbehörden aber kein grünes Licht gegeben.
Bereits Mitte Dezember könnte das große Impfen beginnen. Noch haben die Arzneimittelbehörden aber kein grünes Licht gegeben.  © imago images/Westend61

Obwohl noch kein Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen ist, arbeitet das DRK - gemeinsam mit Bundeswehr und Technischem Hilfswerk - mit Hochdruck am Aufbau der sächsischen Impfzentren.

Bereits kommende Woche soll ein Testlauf starten. Inzwischen kristallisieren sich auch die ersten Standorte für die "Pieks-Hallen" heraus.

Bis zum 15. Dezember, so das ehrgeizige Ziel von Sozialministerin Petra Köpping (62, SPD), soll in jedem Kreis und in den drei kreisfreien Städten ein Impfzentrum arbeitsfähig sein.

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Im Moment werden beim DRK die Einrichtung und der Umbau geplant - etwa Empfang, Registrierung, Wartebereiche, separate Stationen und gesicherte Lager.

Da die Impfzentren gut an den ÖPNV angebunden und mit genügend Parkplätzen ausgestattet sein müssen, bieten sich in den Großstädten Messehallen an.

Das sind die bevorzugten Standorte der Impfzentren

In der Messehalle Löbau könnten drei bis vier Impfstrecken aufgebaut werden.
In der Messehalle Löbau könnten drei bis vier Impfstrecken aufgebaut werden.  © Norbert Neumann

Auch der Kreis Görlitz bevorzugt die Messehalle in Löbau. Während der Erzgebirgskreis die Festhalle in Annaberg freigibt, wird in der Sächsischen Schweiz der ehemalige Aldi-Markt in Pirna-Jessen vorbereitet.

Unterdessen äußern kommunale Vertreter auch Zweifel, ob je ein Zentrum pro Kreis überhaupt genügt. So wünscht sich die Sächsische Schweiz einen weiteren Standort in Freital, der Görlitzer Landrat hätte wegen der Größe des Kreises gerne noch zwei weitere.

Die Stadt Dresden empfahl dem Ministerium aufgrund der Bevölkerungszahl und der Verflechtungen mit dem Umland ebenfalls zwei, besser drei Zentren zu errichten. Das Ministerium lässt weitere Zentren derzeit offen.

Auf jeden Fall soll in jedem Kreis ein mobiles Impfteam etabliert werden, welches Alten- und Pflegeeinrichtungen aufsucht und auch an kurzzeitig eingerichteten lokalen Impfstellen zum Einsatz kommt.

Titelfoto: Norbert Neumann

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