Grenzen zu Tschechien bald dicht: Wann geht es los?

Dresden - Jetzt ist es amtlich: Die Grenze nach Tschechien von Sachsen ist ab Sonntagmorgen null Uhr geschlossen. Einen Tag später tritt die neue sächsische Corona-Schutzverordnung in Kraft.

Ein- und Ausreise nach Tschechien? Für Privatmenschen bald nicht mehr möglich (Symbolbild).
Ein- und Ausreise nach Tschechien? Für Privatmenschen bald nicht mehr möglich (Symbolbild).  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Nach Sachsen dürfen ab Sonntag nur noch Pendler, die in Sachsen im Bereich Medizin oder Pflege arbeiten. Auch Menschen, die Nutztiere versorgen dürfen rein. Truckerfahrer dürfen ebenfalls die Grenze überqueren.

Privatreisende und andere Pendler werden zurückgeschickt! Es wird Schwerpunktkontrollen der Polizei im Vogtland und im Dreiländereck zu Polen und Tschechien geben.

Allerdings können sich Pendler der oben benannten Gruppen in sächsischen Hotels und Pensionen auf Staatskosten einmieten. Dafür erhalten die Pendler selbst 40 Euro pro Nacht.

Ihre Angehörigen 20 Euro/Nacht. Sie müssen aber bis Samstagabend eingetroffen sein. Das Geld muss vom deutschen Arbeitgeber bei der Landesdirektion beantragt werden.

Dazu das Sozialministerium: "Alle Personen müssen bei Einreise einen negativen Corona-Test mitführen, der höchstens 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen wurde. Im Rahmen der Einreise ist im Zweifel mit Zurückweisungen an der Landesgrenze zum Freistaat Sachsen zu rechnen, wenn die erforderliche Testung nicht nachgewiesen werden kann. Zudem gilt die Pflicht, sich unverzüglich für 14 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben."

Das sind die wenigen Ausnahmen von der Pflicht zur 14-tägigen häuslichen Quarantäne

Bald kommt kaum noch jemand nach Tschechien (Symbolbild).
Bald kommt kaum noch jemand nach Tschechien (Symbolbild).  © Slavomír Kubeš/CTK/dpa

Ausnahmen von der Pflicht zur 14-tägigen häuslichen Quarantäne gelten bei Einreisenden aus einem Virusvarianten-Gebiet in Sachsen künftig für:

  • Beschäftigte in Einrichtungen des Gesundheits- und Pflegewesens (unter anderem Krankenhäuser, Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen), wenn sie sich täglich auf das Nichtvorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 testen lassen.
  • Beschäftigte in Betrieben der Nutztierhaltung, die zur Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit dieser Betriebe unverzichtbar sind, wenn sie sich täglich auf das Nichtvorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 testen lassen.

Bestehen bleiben die Ausnahmen von der Pflicht zur 14-tägigen häuslichen Quarantäne für: Durchreisende, die ohne Aufenthalt den Freistaat durchreisen. Transportpersonal wie Lkw-Fahrer.

Die Beschäftigten in Pflege/Gesundheitswesen und Nutztierhaltung müssen täglich getestet werden. Testungen, die in Tschechien oder Polen durchgeführt wurden, werden anerkannt, wenn diese den durch das Robert Koch-Institut vorgegebenen Anforderungen genügen.

Für die LKW-Fahrer gilt die Einreise-Testpflicht. Diese müssen also bei Einreise einen Testnachweis mitführen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Das gilt in gleicher Weise auch für Personen, die ohne Zwischenaufenthalt durch Sachsen durchreisen.

Auch der VVO stellt seine grenzüberschreitenden Fahrten ein. Ebenso die tschechischen Verkehrsunternehmen, die nach Sachsen fahren.

Was sonst in Sachsen neu ist

In Sachsen geöffnet haben dürfen ab 1. März wieder Friseure und Fußpflegedienste. Allerdings nur mit einem richtigen Hygienekonzept und der Pflicht zur Testung ihrer Mitarbeiter 1x pro Woche. Bereits ab Montag dürfen Einzelhändler das Bestellsystem "Click & Collect" anbieten. Allerdings zu fest vereinbarten Abholzeiten und wenn möglich mit Kontaktlosem bezahlen. Auch Anbieter von saisonalem Saat- und Pflanzgut dürfen ihre Ware normal verkaufen.

Zudem wurde eine Maskenpflicht in Autos angeordnet. Auch Privatfahrten sind davon betroffen. Alle Infos dazu gibt es im TAG24-Artikel "Maskenpflicht im Auto kommt!".

Die neue Quarantäne-Verordnung gilt vom 14. Februar bis zum 7. März

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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