Gummiboot gekentert: Noch immer keine Spur von verschollenem Ehemann

Görlitz - Von Alexander D. (34) fehlt weiter jede Spur. Am Sonnabend war er mit seiner Frau Alexandra (32) auf der Neiße unterwegs. Doch das Gummiboot war für die Fahrt ungeeignet, kenterte. Seitdem ist die Polizei im Großeinsatz.

Eine Frau wurde aus dem Wasser gezogen. Ihr Mann ist nun schon seit Tagen vermisst.
Eine Frau wurde aus dem Wasser gezogen. Ihr Mann ist nun schon seit Tagen vermisst.  © xcitepress

"Die Wasserschutzpolizei und wir haben die Suche am Montag fortgesetzt", sagte Polizeisprecher Kai Siebenäuger (42).

"Dabei kam auch ein Hubschrauber zum Einsatz." Doch auch dieser konnte den Vermissten nicht entdecken.

Seine Frau hatte noch Glück, konnte von einer weiteren Bootsbesatzung 300 Meter vom Unglücksort entfernt aus dem Wasser gezogen werden. Sie erlitt nur leichte Verletzungen.

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Am heutigen Dienstag wollen die Einsatzkräfte ein mobiles Sonar einsetzen, das auch auf kleineren Booten verwendet werden kann.

Ob Taucher sich an der Suche beteiligen, muss die Polizei noch klären. "Es ist an dieser Stelle nicht ungefährlich", so der Polizeisprecher.

Dem Boot war wohl ein Strudel zum Verhängnis geworden.

Nach dem Kentern hatte es sich in einem Wehr verklemmt. Dort herrschen sehr starke Strömungen.

Heimtückisch: Größere Schlauchboote können diese Stelle recht problemlos passieren. Das regt dann auch Freizeit-Paddler zur Nachahmung an. Allerdings sind deren kleinere Gefährte den Strömungen nicht mehr gewachsen.

Titelfoto: xcitepress

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