Helfertrupp aus Sachsen in zerstörtem Hochwasser-Gebiet eingetroffen

Von Sören Müller

Grimma/Colditz/Ahrweiler. Der Grimmaer und Colditzer Aufräumtrupp, der am Freitagmittag ins Hochwassergebiet aufgebrochen war, ist mittlerweile in Rheinland-Pfalz eingetroffen. Die ersten geschilderten Eindrücke sind dramatisch, was auch zahlreiche Fotos belegen.

Die Eindrücke aus Ahrweiler - nur einem vom Hochwasser betroffenen Ort - sind schwer zu beschreiben.
Die Eindrücke aus Ahrweiler - nur einem vom Hochwasser betroffenen Ort - sind schwer zu beschreiben.  © Medienportal-Grimma

Die Helfer aus dem Landkreis Leipzig sind seit dem heutigen Samstagmorgen in Ahrweiler im Einsatz.

"Die Menschen dort wurden von den Fluten völlig überrascht", schildert uns der Mutzschener Markus Beiler von vor Ort. "Anwohner erzählten uns, dass sie binnen Minuten von den Wassermassen überrascht wurden."

Das Ausmaß der Zerstörungen ist gigantisch, wie Bilder eindeutig belegen. "Die Schäden sind mit dem Muldehochwasser 2002 identisch, wenn nicht sogar bei Weiten schlimmer", so der Colditzer Karsten Hellmig.

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"Häuser sind komplett verschwunden oder zum Teil so schwer zerstört, dass sie noch nicht einmal begehbar sind", schildert der erfahrene Feuerwehrmann die Situation vor Ort.

"Möglich, dass hier in manchen Gebäuden noch Todesopfer liegen könnten", sagt Beiler, ebenfalls erfahrener Feuerwehrmann.

Das örtliche Feuerwehrgerätehaus nahezu zerstört, etliche Zufahrten unpassierbar. Menschen verloren Obdach, Hof und Autos, viele sind am Ende.

Gebäude wurden gestört, teilweise von den Fluten mitgerissen.
Gebäude wurden gestört, teilweise von den Fluten mitgerissen.  © Medienportal-Grimma
Massive Sockel trugen diese Brücke. Jetzt ist die Hälfte des Bauwerks eingestürzt.
Massive Sockel trugen diese Brücke. Jetzt ist die Hälfte des Bauwerks eingestürzt.  © Medienportal-Grimma
Bäume wurden wie Streichhölzer abgeknickt, das Eisengeländer wie Knetmasse verbogen.
Bäume wurden wie Streichhölzer abgeknickt, das Eisengeländer wie Knetmasse verbogen.  © Medienportal-Grimma
Ungläubig schauen Anwohner von ihrem Balkon (l.) auf ein Auto, das hochkant an einer Betonmauer steht.
Ungläubig schauen Anwohner von ihrem Balkon (l.) auf ein Auto, das hochkant an einer Betonmauer steht.  © Medienportal-Grimma
Der Helfertrupp aus Grimma und Colditz ist seit Samstagmorgen dabei, die Menschen in Ahrweiler zu unterstützen.
Der Helfertrupp aus Grimma und Colditz ist seit Samstagmorgen dabei, die Menschen in Ahrweiler zu unterstützen.  © Medienportal-Grimma

Helfertrupp aus Sachsen im Hochwassergebiet in Ahrweiler: "Wir wurden hier sehr herzlich und dankbar aufgenommen!"

Vor allem beim Auspumpen von Kellern will das zwölfköpfige Team aus Sachsen helfen.
Vor allem beim Auspumpen von Kellern will das zwölfköpfige Team aus Sachsen helfen.  © Medienportal-Grimma

Das Gebiet gleicht einem Trümmerfeld und doch sprießt ein Hoffnungsschimmer in den Menschen: "Wir wurden hier sehr herzlich und dankbar aufgenommen, helfen mit unseren Trupps nun sukzessive beim Auspumpen von Kellern, sprechen gezielt die Menschen an," erzählt Beiler.

Es wird wohl noch Tage und Wochen dauern, bis in den Orten wieder etwas Ordnung und Normalität einkehrt.

"In Anbetracht der Lage vor Ort ein sehr schwer vorstellbarer Gedanke", weiß Hellmig. "Die Hilfe und Solidarität der Menschen aus den nicht betroffenen Bundesländern gibt den Menschen aber Kraft, wie auch uns damals", sind sich beide einig.

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Titelfoto: Bildmontage: Medienportal-Grimma

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