Home-Office-Pflicht: Sachsen schickt Kontrolleure in die Betriebe

Dresden - Achtung, Kontrolle! Die Sächsische Landesdirektion (LD) nimmt die Bundesverordnung zur Home-Office-Pflicht ernst. Knöllchen gab's aber keine.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (46, SPD).
Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (46, SPD).  © dpa/Sebastian Kahnert

Die Arbeitsschutzbehörde der Landesdirektion ging laut dem sächsischen Wirtschaftsministerium bisher 25 Beschwerden nach, führte dabei 28 Vorort-Kontrollen in Betrieben durch und checkte 58 Unternehmen auf die veranlassten Maßnahmen.

Darüber hinaus waren die Beamten 82-mal beratend tätig.

Hintergrund ist die sogenannte Sars-Cov-2-Arbeitsschutzverordnung des Bundes, nach der Unternehmen das Arbeiten von zu Hause ermöglichen sollen, sofern keine Präsenzpflicht erforderlich ist oder betriebliche Gründe dagegen sprechen.

Diese gilt noch bis 15. März.

Wirtschaftsminister Minister Martin Dulig (46, SPD) betonte, dass es nicht darum gehe, jedes Unternehmen in Sachsen zu kontrollieren, sondern Schwerpunkte zu setzen.

Home-Office-Pflicht? Die Landesdirektion Sachsen hat jetzt kontrolliert, wie Unternehmen damit umgehen.
Home-Office-Pflicht? Die Landesdirektion Sachsen hat jetzt kontrolliert, wie Unternehmen damit umgehen.  © dpa/Sebastian Gollnow

Zugangsbeschränkungen in Geschäften oder die Desinfektion von Einkaufswagen wurden übrigens nicht kontrolliert. Das falle in den Bereich Infektionsschutz, hieß es.

Insgesamt wurden in der Corona-Pandemie weit mehr Kontrollen zum Arbeitsschutz durchgeführt. Seit Mai 2020 gab es über 900 Besichtigungen. Dabei wurden rund 1200 Mängel festgestellt. In 180 Fällen war eine schriftliche Einwirkung erforderlich, in zehn Fällen setzte es eine Anordnung.

Titelfoto: dpa/Sebastian Gollnow

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