Hubschrauber der Polizei kreist stundenlang über Sächsischer Schweiz: Was war da los?

Ottendorf (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) - Am gestrigen Samstagnachmittag waren stundenlang ein Hubschrauber der Polizei sowie 50 Rettungskräfte in der Sächsischen Schweiz im Einsatz.

Eine große Metallkiste befand sich an einem zehn Meter langen Seil am Polizei-Hubschrauber.
Eine große Metallkiste befand sich an einem zehn Meter langen Seil am Polizei-Hubschrauber.  © Marko Förster

Ein merkwürdiges Bild bot sich am Samstag von 13 bis 18 Uhr in der beliebten Wander-Region: Ein Polizei-Helikopter hatte eine riesige Metallkiste an einem etwa zehn Meter langen Seil, die er immer wieder zwischen zwei Punkten hin und her flog.

Einer der Punkte war direkt im Wald des Elbsandsteingebirges, der andere auf einem Feld davor. Um die beiden Stellen herum versammelten sich insgesamt rund 50 Einsatzkräfte von Landes- und Bereitschaftspolizei sowie der freiwilligen Feuerwehren Ottendorf und Sebnitz.

Grund für den Hubschrauber-Großeinsatz war eine Übung der Retter. Dabei handelte es sich um eine geplante Waldbrandbekämpfungsübung, die zuletzt 2007 von den örtlichen Feuerwehren zusammen mit der Landespolizei durchgeführt worden war.

Die Rettungskräfte legten dafür am Samstag kleine "Fake-Brände" und ließen sich von den Beamten helfen. Die Metallkiste wurde extra dafür von der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg ausgeliehen.

Polizei-Helikopter fliegt Geräte der Feuerwehr zum Ort des Waldbrandes

Nachdem die Kameraden der Feuerwehr alle Materialien vom Helikopter bekamen, konnten sie mit dem Löschen beginnen.
Nachdem die Kameraden der Feuerwehr alle Materialien vom Helikopter bekamen, konnten sie mit dem Löschen beginnen.  © Marko Förster

Der Hubschrauber transportierte die in der Kiste gelagerten Materialien, welche die Feuerwehr-Kameraden am schwer zugänglichen Einsatzort benötigen würden zu eben jenem.

In diesem Fall wurden Schläuche, Pumpen, Schaum zum Löschen und andere Geräte auf die Endlerkuppe im Sebnitzer Stadtteil Ottendorf geflogen, wo ein Waldbrand simuliert wurde. 

Die Kameraden bauten vor Ort alle Geräte auf und löschten, was das Zeug hielt.

Am Ende der Übung stand fest, welche Abläufe noch verbessert werden müssen und was bereits gut funktionierte.

Die Zusammenarbeit zwischen Landespolizei und den Feuerwehren soll damit wieder fortgeführt und intensiviert werden.

Titelfoto: Marko Förster

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