Geht's dank ICE-Tunnel bald mit Tempo 200 von Dresden nach Leipzig?

Niederau - Mit Tempo 200 von Dresden nach Leipzig? Um die Strecke für den ICE zu beschleunigen, prüft die Bahn neuerdings wieder eine längst verworfene Tunnellösung. Die Ertüchtigung von Deutschlands ältester Fernbahnstrecke wird noch viele Jahre dauern.

Der Tunnel unter dem Kockelsberg befindet sich in einer frühen Planungsphase. Das Aufwand-Nutzen-Verhältnis wird noch ermittelt.
Der Tunnel unter dem Kockelsberg befindet sich in einer frühen Planungsphase. Das Aufwand-Nutzen-Verhältnis wird noch ermittelt.  © Imago Images / MIS

Im September 1993 begann der Ausbau der Strecke. "Zur Jahrtausendwende in 45 Minuten nach Leipzig", versprachen die Festredner. 

Ein Vierteljahrhundert und viele verbuddelte Milliarden später benötigt der ICE noch immer 67 Minuten. 

Denn viele Elemente, welche die Strecke schneller gemacht hätten, wurden seither aus den Plänen gestrichen.

Eines wird jetzt wieder aus der Schublade geholt. 

Denn beim Abschnitt Kottewitz-Weinböhla werden neben dem Ausbau der vorhandenen Strecke auch verschiedene Varianten der Begradigung untersucht, auch eine Tunnellösung unter dem Kockelsberg.

Bahnsprecherin Erika Poschke-Frost: "Derzeit befindet sich das Projekt in der Vorplanung, die wir im Frühjahr 2021 abschließen."

Erst dann fällt die Entscheidung zur Ausbauvariante, die dann weiter verfolgt wird.

Bisher schlängelt sich die Strecke in weitem Bogen um den Kockelsberg. Poschke-Frost: "Der Tunnel könnte zwischen 1,8 und 2 Kilometer lang sein und müsste gemäß aktuellen Regeln aus zwei einzelnen Röhren bestehen."

Titelfoto: Imago Images / MIS

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