IHK-Kritik am Freistaat: Zu wenig Hilfe für Sachsens Unternehmen

Dresden - Corona-Musterknabe Sachsen? Von wegen: Mit scharfen Worten hat die Spitze der Industrie- und Handelskammer Dresden das Vorgehen der Landesregierung bei den Hilfen für Unternehmen kritisiert.

Andreas Sperl (72).
Andreas Sperl (72).  © Steffen Füssel

Dass der Freistaat keine Zuschüsse zahle, sei "einfach nicht mehr erklärbar", so Hauptgeschäftsführer Detlef Hamann (64) und Präsident Andreas Sperl (72).

Die stattdessen gewährten Darlehen seien steuerlich schwerer zu handhaben als die Bundesdarlehen.

Auch habe Sachsen bei einer Corona-Hilfe plötzlich die Antragszeit von Ende September auf Ende Juni verkürzt.

Die beschlossene Neuverschuldung des Landes (TAG24 berichtete) gehe fast komplett in den kommunalen Bereich, kaum in die Wirtschaft.

Zudem: Wenn die strengen ("politischen") Bedingungen des mit 400 Millionen Euro ausgestatteten Beteiligungsfonds wirklich zum Tragen kommen, kämen nicht mehr viele Betriebe für eine Staatsbeteiligung in Frage.

Sperl monierte das Ungleichgewicht zwischen dem 400 Millionen-Fonds und dem nur mit 30 Millionen neuaufgelegten Programm "Regionales Wachstum".

Titelfoto: Steffen Füssel

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