Illegale Migration an polnischer Grenze: Polizei greift über 1200 Menschen in Sachsen auf!

Pirna/Görlitz - Die Bundespolizei hat an der deutsch-polnischen Grenze seit Anfang Oktober insgesamt 1270 illegal eingereiste Flüchtlinge in Sachsen aufgegriffen.

Die Bundespolizei kontrolliert an der deutsch-polnischen Grenze seit mehreren Wochen sehr intensiv. Im Oktober griffen die Beamten über 1200 Migranten auf. (Bildmontage)
Die Bundespolizei kontrolliert an der deutsch-polnischen Grenze seit mehreren Wochen sehr intensiv. Im Oktober griffen die Beamten über 1200 Migranten auf. (Bildmontage)  © Montage: Archiv/Bundespolizei, Guido Kirchner/dpa

"Die Personen sind ohne erforderliches Visum nach Deutschland eingereist oder wurden eingeschleust", teilte die Bundespolizeidirektion Pirna am Dienstag mit.

Nach den erforderlichen polizeilichen Maßnahmen seien sie an Einrichtungen der Erstaufnahme übergeben worden.

Die Betroffenen sollen vor allem aus dem Irak, Syrien, Jemen und Afghanistan stammen, hieß es.

Zu viele Corona-Fälle: Kontaktverfolgung in sächsischen Kommunen teils ausgesetzt
Sachsen Zu viele Corona-Fälle: Kontaktverfolgung in sächsischen Kommunen teils ausgesetzt

Nach Angaben des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam waren im Oktober insgesamt 4246 illegal eingereiste Menschen an der polnischen Grenze von Mecklenburg-Vorpommern über Brandenburg bis Sachsen festgestellt worden. "Eine Entspannung der Lage zeichnet sich derzeit nicht ab", hatte das Präsidium am Montag mitgeteilt.

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hatte im Frühjahr als Reaktion auf westliche Sanktionen erklärt, er werde Migranten auf dem Weg in die Europäische Union nicht mehr aufhalten. Die Zahl irregulärer Grenzübertritte an den EU-Außengrenzen zu Belarus sowie an der deutsch-polnischen Grenze nimmt seitdem zu.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU) wollte das Problem am Dienstagnachmittag bei einem Gespräch mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (63, CDU) in Brüssel ansprechen.

Titelfoto: Montage: Archiv/Bundespolizei, Guido Kirchner/dpa

Mehr zum Thema Sachsen: