Immer häufiger abgelehnt: Hausärzte bleiben auf AstraZeneca sitzen

Dresden - In Sachsen bleiben Hausärzte immer öfter auf AstraZeneca sitzen.

Moralisch verschlissen: Den Impfstoff von AtraZeneca wollen aktuell nur wenige.
Moralisch verschlissen: Den Impfstoff von AtraZeneca wollen aktuell nur wenige.  © dpa/Sven Hoppe

Geliefert bekommen sie den Impfstoff aber automatisch.

Die Apotheken würden Ärzte aktuell zwingen, Biontech und AstraZeneca im Verhältnis 1:1 abzunehmen, beklagte der Vorsitzende des sächsischen Hausärzteverbands, Steffen Heidenreich (52), am Mittwoch in einem Online-Forum.

AstraZeneca aber werde momentan gerade von den über 60-Jährigen, für die der Impfstoff empfohlen sei, abgelehnt. "Ich habe die Befürchtung, dass mir die Impfdosen verfallen."

Göran Donner (55) von der sächsischen Landesärztekammer stellte auf TAG24-Nachfrage klar, dass es sich bei der Verteilpraxis um eine Bundesregelung handle. Aber diese ist nicht auf ewig festgeschrieben.

"Die momentane Verteilung ist der Verfügbarkeit geschuldet. Ab der letzten Aprilwoche können die Impfstoffe getrennt voneinander bestellt werden", so der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS), Klaus Heckemann (64).

Dr. Steffen Heidenreich (52).
Dr. Steffen Heidenreich (52).  © privat

Sachsen verzeichnete beim Impfen gestern einen neuen Tagesrekord. Laut Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) wurden nur an diesem Tag insgesamt 39.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft.

Titelfoto: dpa/Sven Hoppe/privat

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