Immer mehr Müll in der Natur: Die Entsorgung kostet Sachsen viel Geld!

Dresden - Alte Matratzen, Monitore, Verpackungsmüll: In Parks und am Wegesrand illegal entsorgter Müll belastet die Kommunen immer mehr.

Sperrmüll inmitten der Natur: Sachsens Kommunen haben immer häufiger mit illegal entsorgtem Abfall zu tun.
Sperrmüll inmitten der Natur: Sachsens Kommunen haben immer häufiger mit illegal entsorgtem Abfall zu tun.  © Patrick Pleul/dpa

Umweltdetektive sollen den Sündern auf die Spur kommen.

Beispiel Leipzig: Nach Angaben der Stadtverwaltung wuchs die Menge an illegalem Abfall hier von 2017 bis 2020 von 1585 auf 2630 Tonnen an. Die Kosten für die Entsorgung stiegen inzwischen auf 407.000 Euro jährlich.

Als Konsequenz plant Leipzig den Einsatz von Umweltdetektiven, die Jagd auf die Verursacher machen sollen.

Die gibt es in Chemnitz bereits. Die beiden Mülldetektive haben laut Stadtverwaltung eine Aufklärungsquote von 30 bis 40 Prozent. Wichtig seien dabei Hinweise von Zeugen, hieß es. Die Entsorgung illegalen Mülls verursacht in Chemnitz jährlich Kosten von rund 45.000 Euro.

In Dresden wurden im vergangenen Jahr unter anderem 239 Kühlschränke, 390 Fernseher und Monitore, 2 587 Elektro-Kleingeräte und 1516 Fahrzeugreifen eingesammelt.

Insgesamt kamen 602 Tonnen Restabfall, Sperrmüll und Grünabfall auf öffentlichen Flächen zusammen. Die Entsorgung kostete die Stadt 255.000 Euro.

Auch Wälder leiden unter dem Müll

Von illegaler Müllentsorgung sind auch die Wälder betroffen. Wie der Staatsbetrieb Sachsenforst mitteilte, lassen die Täter hier nicht nur Sperrmüll und Baustoffe zurück, sondern immer wieder auch Gartenabfälle.

In der Folge würden Schimmel- und Gärprozesse dazu führen, dass im Waldboden wichtige Mikroorganismen absterben.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa

Mehr zum Thema Sachsen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0