Handwerks-Sterben! Immer weniger Bäcker und Fleischer in Sachsen

Leipzig - Immer weniger Bäcker und Fleischer in Sachsen: Die Zahl der Betriebe ist auch 2019 gesunken. Der Abwärtstrend setzte sich damit fort.

Die Zahl der Bäckereien im Freistaat sind 2019 von 995 auf 970 gesunken, auch Fleischereien werden immer weniger.
Die Zahl der Bäckereien im Freistaat sind 2019 von 995 auf 970 gesunken, auch Fleischereien werden immer weniger.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Nach Daten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks waren im vergangenen Jahr 970 Bäckereien in Sachsen in der Handwerksrolle eingetragen, 25 weniger als ein Jahr zuvor. 

Die Zahl der Fleischereien verringerte sich auf 639 (Vorjahr: 650). Welche Folgen die Corona-Krise hat, hängt nach Einschätzung von Branchenverbänden insbesondere vom Geschäftsmodell der Betriebe ab.

Der kleine Dorfbäcker, der überwiegend Brot und Brötchen anbietet, dürfte nur einen relativ geringen Umsatzrückgang verzeichnen, sagte Daniel Schneider, Hauptgeschäftsführer des Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks. 

"Bäckern, die Catering anbieten oder Kantinen beliefern, bricht dagegen ein großer Teil des Umsatzes weg". Das gelte auch für Bäckereien, die gleichzeitig ein Café betreiben oder für Verkaufsstellen an Bahnhöfen oder Flughäfen sowie Betriebe in Tourismusorten.

Ähnlich ist es im Fleischerhandwerk. "Fleischereien, die hauptsächlich über die Theke verkaufen und gut erreichbar sind, können derzeit eher Umsatzzuwächse verzeichnen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutsche Fleischer-Verbandes, Martin Fuchs. "Liegen die Betriebe in 'leer gefegten' Stadtlagen oder haben sie einen hohen Catering-Anteil, dann müssen erhebliche Umsatzeinbußen getragen werden."

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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