In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen: ver.di ruft zu Streik bei IKEA auf

Dresden/Magdeburg/Erfurt - Die Gewerkschaft ver.di hat am Dienstag die Warnstreiks im Einzelhandel in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen fortgesetzt.

Für Dienstag rief ver.di in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unter anderem Beschäftigte von IKEA-Möbelhäusern in Dresden, Erfurt und Magdeburg zum Warnstreik auf.
Für Dienstag rief ver.di in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unter anderem Beschäftigte von IKEA-Möbelhäusern in Dresden, Erfurt und Magdeburg zum Warnstreik auf.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Aufgerufen waren der Gewerkschaft zufolge unter anderem Beschäftigte von IKEA-Möbelhäusern in Dresden, Erfurt und Magdeburg.

Mit dem Ausstand soll der Druck auf die Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde im Einzel- und Versandhandel erhöht werden.

Die Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und den Arbeitgebern waren am 13. September unterbrochen worden und sollen am 4. Oktober fortgesetzt werden.

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ver.di verlangt für die rund 280.000 Beschäftigten der Branche in den drei Ländern eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5 Prozent plus 45 Euro monatlich. Zudem fordert die Gewerkschaft ein Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde.

Die Arbeitgeber bieten einen Drei-Jahresabschluss und für das erste Jahr nach zwei Nullmonaten 2 Prozent, für das zweite Jahr 1,4 Prozent und für das dritte Jahr 2 Prozent.

Für Unternehmen, die von der Pandemie besonders betroffen waren, sollen die Erhöhungen je zehn Monate beziehungsweise sechs Monate später gezahlt werden. Dies lehnt die Gewerkschaft ab – und sieht es auch als größten Konfliktpunkt.

In Magdeburg haben sich am Vormittag einige Mitarbeiter vor der Filiale versammelt.
In Magdeburg haben sich am Vormittag einige Mitarbeiter vor der Filiale versammelt.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 13 Uhr: Überschaubare Beteiligung bei IKEA-Streiks

In Dresden, Erfurt und Magdeburg kamen gut 180 Beschäftigte vor allem von IKEA-Niederlassungen zu Kundgebungen zusammen, wie Verdi-Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago sagte. Er zeigte sich mit der Beteiligung zufrieden.

Nach Magdeburg reisten nach seinen Angaben auch Mitarbeiter von Edeka aus Haldensleben und Schönebeck. Diese sind die ganze Woche zu einem Warnstreik aufgerufen.

Mit dem Ausstand soll der Druck auf die Arbeitgeber in der Tarifrunde im Einzel- und Versandhandel erhöht werden.

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

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