Infizierter Minister Schmidt: Auch MP Kretschmer weiter in Quarantäne

Dresden - Das sächsische Kabinett geht zu sich selbst auf Distanz: Weil Minister Thomas Schmidt (59, CDU) Corona hat, tagt die Runde am Dienstag im Videochat.
Michael Kretschmer (45, CDU) wird die Kabinettssitzung am Dienstag von zu Hause aus am Computer leiten.
Michael Kretschmer (45, CDU) wird die Kabinettssitzung am Dienstag von zu Hause aus am Computer leiten.  © DPA/Robert Michael

Ministerpräsident Michael Kretschmer (45) und auch Tourismusministerin Barbara Klepsch (55, beide CDU) sind freiwillig im Home-Office. 

Nach einem Schnelltest am Sonntag wurden Montag er sowie alle Ressortchefs und Mitarbeiter "richtig" getestet. Die Ergebnisse standen am Abend noch aus. Nur Sozialministerin Petra Köpping (62, SPD) erfuhr das Ergebnis "negativ".

Vom Ausbruch im Kabinett betroffen ist auch CDU-Grande Friedrich Merz (64): Er begab sich vorsorglich in Quarantäne. Am Freitag war er mit Kretschmer Gast einer Videokonferenz der sächsischen CDU in Chemnitz. 

Das Video zeigt, wie sich Kretschmer und Merz am selben Pult abwechseln. Eine Begegnung ist allerdings nicht zu sehen. Merz war bereits im März an Corona erkrankt. Ein Test jetzt fiel negativ aus. 

Moderiert wurde die Runde vom sächsischen CDU-General Alexander Dierks (33), der ebenfalls auf sein Testergebnis wartet und in Quarantäne ist, wie er auf Anfrage sagte.

Krank, aber nicht im Krankenhaus: Minister Thomas Schmidt (59, CDU).
Krank, aber nicht im Krankenhaus: Minister Thomas Schmidt (59, CDU).  © dpa/Christoph Soeder

Auch Schmidt ist weiter mit schweren Symptomen (ähnlich einer Erkältung) daheim. Ebenso Mitarbeiter, die mit ihm zuletzt Kontakt hatten. Auf regionaler Ebene ist der Görlitzer Bürgermeister Octavian Ursu (52, CDU) in Heimarbeit.

"Er hatte Kontakt mit einer infizierten Person", so eine Sprecherin. Gesundheitlich gehe es ihm gut. 

Titelfoto: dpa/Christoph Soeder/dpa/Robert Michael

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