Jetzt sind Kinder und Jugendliche dran: Das empfiehlt Sachsens Impfkommission

Dresden - Jetzt ist der Nachwuchs an der Reihe: Seit einer Woche können Heranwachsende ab 14 Jahren in Sachsen gegen Corona geimpft werden - zumindest unter bestimmten Voraussetzungen. Nun hat sich auch die Sächsische Impfkommission (SIKO) zu Wort gemeldet.

Kinder ab 12: In Sachsen impfen Kinder- und Hausärzte.
Kinder ab 12: In Sachsen impfen Kinder- und Hausärzte.  © imago images/Mareen Fischinger

Die Experten geben eine Empfehlung mit Einschränkung: Kinder von zwölf bis 15 Jahren sollten bei Vorerkrankungen (Trisomie 21, Krebs- oder Lungenleiden) oder bei Kontakt zu Menschen mit Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf geimpft werden.

Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Positionspapier der SIKO hervor.

"Ermöglicht werden" sollten Impfungen für alle anderen Kinder und Jugendlichen - nach ausführlicher Aufklärung des Impflings und der Sorgeberechtigten.

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In den Impfzentren können alle ab 14 bereits seit Anfang der Woche geimpft werden.

16- und 17-Jährige brauchen die Einwilligung mindestens eines Sorgeberechtigten.

Bei 14- und 15-Jährigen müssen beide einwilligen (sofern es zwei gibt) und mindestens einer muss anwesend sein.

Kinder im Alter von zwölf oder 13 Jahren werden bisher nur in den Hausarztpraxen geimpft oder beim Kinderarzt.

Jugendliche ab 14: Seit Anfang der Woche ist die Corona-Schutzimpfung auch in den Impfzentren für alle möglich.
Jugendliche ab 14: Seit Anfang der Woche ist die Corona-Schutzimpfung auch in den Impfzentren für alle möglich.  © dpa/Wolfgang Kumm

Prozesse dauern bei Kindern und Jugendlichen wegen der ausführlichen Gespräche länger

Nach erfolgter Impfung gibt's einen Vermerk im Impfpass.
Nach erfolgter Impfung gibt's einen Vermerk im Impfpass.  © Imago images
Bisher ist nur der Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder und Jugendliche freigegeben.
Bisher ist nur der Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder und Jugendliche freigegeben.  © imago images/Fotostand/Wundrig

"Wir hatten bereits Termine mit 14- und 15-Jährigen, weitere sind vereinbart", sagte Kai Kranich (37) vom DRK Sachsen auf TAG24-Anfrage.

Einige "Impfbegehren" seien abgelehnt worden. Nämlich dann, wenn kein Kinderarzt im Impfzentrum anwesend gewesen sei.

Wie oft das Angebot bisher genutzt wurde, konnten weder das DRK noch die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen (KVS) sagen.

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"Was wir sagen können: Die Prozesse dauern bei Kindern und Jugendlichen wegen der ausführlichen Gespräche länger als bei Erwachsenen", so Kranich.

Kai Kranich (37) vom DRK Sachsen: Wenn kein Kinderarzt da ist, gibt's keine Impfung.
Kai Kranich (37) vom DRK Sachsen: Wenn kein Kinderarzt da ist, gibt's keine Impfung.  © Petra Hornig

Infos: www.drksachsen.de/impfzentren/faqs-allgemein.html

Titelfoto: Petra Hornig

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