Bald komplett zugemauert? Jüdische Einrichtungen erhalten mehr Schutz

Dresden/Chemnitz - Nach dem Attentat in Halle gibt es mehr Schutz für jüdische Einrichtungen in Sachsen.

Sagte Unterstützung zu: Ministerin Petra Köpping (62, SPD) zu Besuch beim Dresdner Rabbiner Akiva Weingarten (35).
Sagte Unterstützung zu: Ministerin Petra Köpping (62, SPD) zu Besuch beim Dresdner Rabbiner Akiva Weingarten (35).  © Eric Muench

Auch ein Jahr nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle sind die jüdischen Gemeinden in Sachsen noch nicht ausreichend gesichert.

Das soll sich ändern: "Alle drei jüdischen Gemeinden arbeiten zurzeit mit Konstruktionsbüros an der baulichen Sicherheit", sagte jetzt Nora Goldenbogen (71), Vorsitzende des Landesverbandes. Parallel würden Sicherheitskonzepte mit der Landesregierung abgestimmt, die Geld für die Nachrüstung gibt.

Nach Aussagen des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Dresden, Michael Hurshell (61), befinde man sich in einem Dilemma: Alle drei Gotteshäuser in Dresden, Leipzig und Chemnitz wären ausdrücklich offen angelegt.

Nun aber müsse man sich überlegen, wie viel Offenheit noch möglich ist. Andererseits solle keinesfalls ein Eindruck von Abschottung entstehen.

Am 9. Oktober 2019 hatte ein schwer bewaffneter Deutscher versucht, in die Synagoge in Halle einzudringen. Als das misslang, tötete er zwei zufällige Opfer (TAG24 berichtete). Gegen Stephan B. (28) wird derzeit vor Gericht verhandelt.

Titelfoto: Eric Muench

Mehr zum Thema Sachsen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0