Katastrophale Corona-Lage in Polen: Doch die Grenze bleibt offen!

Dresden/Görlitz - Trotz der Einstufung von Polen als Hochinzidenzland sind die Grenzen zwischen Sachsen und dem Nachbarland weiter offen.

Trotz Testpflicht: Die Friedensbrücke zwischen Görlitz und Zgorzelec ist weiterhin problemlos passierbar.
Trotz Testpflicht: Die Friedensbrücke zwischen Görlitz und Zgorzelec ist weiterhin problemlos passierbar.  © Danilo Dittrich

Das gilt auch für die Friedensbrücke zwischen Görlitz und Zgorzelec. "Die Lage an den Grenzen ist bislang ruhig", so Bundespolizeisprecher Alfred Klaner (52).

Dennoch wurde die Polizeipräsenz entlang der Grenze noch einmal verstärkt.

"Wir befinden uns im Grenzgebiet zu Polen in der intensivierten Binnengrenzfahndung, der Schleierfahndung. Wir kontrollieren somit temporär, stichprobenartig aus dem fließenden Verkehr, auch mit kleineren Kontrollpunkten", teilte die Bundespolizei auf Anfrage mit.

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Für polnische Grenzpendler, die nach Sachsen einreisen, sind nun zweimal wöchentlich Tests vorgeschrieben (bisher einmal).

Laut sächsischem Sozialministerium reicht ein Selbsttest nicht. Beschäftigte müssen einen POC-Schnelltest oder PCR-Test vorweisen.

Sie können unter anderem in privat geführten Teststationen beiderseits der Grenze durchgeführt werden.

Kein Corona-Dokument? Kein Problem: Betroffene dürfen trotzdem einreisen!

Abgewiesen werden einreisende Ausländer ohne vollständige "Corona-Dokumente" aber nicht (wie an der Grenze zu Tschechien).

Es ergeht jedoch eine Nachricht an das Gesundheitsamt. Der Freistaat unterstützt die Tests für Beschäftigte mit einem Betrag von jeweils zehn Euro.

Abgerechnet wird über die Arbeitgeber.

Titelfoto: Danilo Dittrich

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