"Katastrophe mit Ansage": Gewerkschaft fordert Sofortmaßnahmen an Kitas und Schulen

Leipzig - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat wegen der dramatischen Corona-Lage in Sachsen Sofortmaßnahmen an Kitas und Schulen gefordert.

Nach Angaben der GEW sind in Sachsen bereits jetzt ein Fünftel der Schulen ganz oder teilweise geschlossen.
Nach Angaben der GEW sind in Sachsen bereits jetzt ein Fünftel der Schulen ganz oder teilweise geschlossen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

"Die hohe Anzahl geschlossener Schulen und die Einschränkungen an Kitas sind eine Katastrophe mit Ansage", erklärte GEW-Chefin Uschi Kruse am Freitag in Leipzig.

Die GEW kritisiere auf das Schärfste, "dass Teile der sächsischen Bevölkerung nicht bereit sind, sicheres Lernen von Kindern und Jugendlichen durch Impfungen zu unterstützen, und dass trotz der in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen nicht alles unternommen wurde, um Bildungseinrichtungen endlich krisenfest zu machen".

Trotz aller Warnungen sowohl seitens der Wissenschaft als auch der GEW seien im Sommer kaum Maßnahmen getroffen worden, "um Kitas und Schulen auf den Winter vorzubereiten. Wir haben immer appelliert, verschiedene Szenarien zu bedenken", erklärte Kruse.

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Doch der Großteil der Politik und auch das Kultusministerium seien wohl davon ausgegangen, dass die Pandemie bald zu Ende sei und es keinen größeren Handlungsbedarf gäbe.

Ein Fünftel der Schulen ganz oder teilweise geschlossen

In einem Schreiben an das Kultusministerium formulierte die GEW Forderungen - unter anderem schärfere Regelungen bei Infektionen an den Einrichtungen, die Anschaffung von Luftfilteranlagen sowie CO2-Ampeln, mehr räumliche Kapazitäten, die Entzerrung des Schülerverkehrs, Mittel für Assistenzkräfte sowie kein Einsatz von Personal an mehreren Einrichtungen.

Nach Angaben der GEW sind derzeit ein Fünftel aller Schulen ganz oder teilweise geschlossen.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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