Kaum Sicherheitsmerkmale: Immer mehr gefälschte Impfpässe tauchen in Sachsen auf

Dresden - In Sachsen sind offenbar immer mehr gefälschte Impfausweise im Umlauf. Nach Auskunft des sächsischen Innenministeriums wurden seit Mai dieses Jahres insgesamt 22 Fälschungen von Impfausweisen mit Corona-Bezug gemeldet.

Impfpässe sind leicht zu fälschen. Mittlerweile tauchen in Sachsen immer mehr Fakes auf.
Impfpässe sind leicht zu fälschen. Mittlerweile tauchen in Sachsen immer mehr Fakes auf.  © imago images/Rolf Poss

In den Monaten Mai und Juni waren es jeweils zwei Fälle, im Juni fünf, im August drei und im September zehn. Die Ermittlungen dauern in allen Fällen noch an.

Auch in Thüringen sind die Meldungen von Verdachtsfällen laut Kassenärztlicher Vereinigung Thüringen (KVT) und Gesundheitsministerium zuletzt rapide gestiegen, vor allem durch Apotheken.

Die Impfausweise lassen sich vergleichsweise einfach fälschen, denn: Sicherheitsmerkmale gibt es nicht.

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Kaum schwieriger ist es, sich einen gefälschten Impfausweis zu beschaffen. Nach MDR-Recherche geht das übers Internet bereits zu Preisen ab 80 Euro.

Aber: Nicht nur das Fälschen ist strafbar, auch die Benutzung eines falschen Ausweises kann den Tatbestand der Urkundenfälschung erfüllen. Darauf stehen Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren.

Die Polizei warnt außerdem davor, Fotos des eigenen Impfpasses ins Netz zu stellen. Betrüger könnten die Daten nutzen, um ihre Fälschungen so original wie möglich wirken zu lassen.

Titelfoto: imago images/Rolf Poss

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