Kfz-Handwerk laufen die Fachkräfte davon: IG Metall fordert mehr Lohn

Leipzig - Spitzenlöhne in der Industrie, Magerkost im Handwerk - in Sachsens Autobranche geht die Lohnschere immer weiter auseinander. Die IG Metall will für Autohäuser und Werkstätten jetzt ein ordentliches Plus erkämpfen.

Für Beschäftigte in Autohäusern und Werkstätten möchte die IG Metall vier Prozent mehr Lohn erkämpfen. (Symbolbild)
Für Beschäftigte in Autohäusern und Werkstätten möchte die IG Metall vier Prozent mehr Lohn erkämpfen. (Symbolbild)  © 123RF/bonzodog

Die Zahlen des Statistischen Landesamtes zeigen es drastisch: Während die Vollzeitbeschäftigten in den großen Autowerken im Landesdurchschnitt 3706 Euro (Brutto) im Monat bekommen, sind es in tarifgebundenen Autohäusern nur 3372 Euro.

In den zumeist tariflosen Werkstätten, die das Gros des Kfz-Handwerks im Freistaat ausmachen, bekommen die Schrauber im Schnitt gar nur 2484 Euro.

Da Ende April der Tarif ausläuft, fordert die IG Metall schon jetzt: mindestens vier Prozent mehr Lohn! "Die Forderung ist gerecht und dringend erforderlich, um die Beschäftigten im Handwerk zu halten", erklärte Verhandlungsführer Bodo Grzonka.

Denn immer mehr Schrauber wandern in die Industrie ab, was im Kfz-Handwerk zum Fachkräftemangel führt.

Ein Eigentor, das sich die Innungen laut Grzonka selbst schossen, da sie schon vor Jahren die Tarifgemeinschaften verlassen haben.

Titelfoto: 123RF/bonzodog

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