Kitas und Schulen ab Montag in einigen Teilen Sachsens wieder dicht!

Dresden - Also doch: Wegen zu schlechter Coronawerte müssen in den Kreisen Nordsachsen, Zwickau und Erzgebirge die Schulen wieder schließen. Ausgenommen sind jeweils die Abschlussklassen.

Christian Piwarz (45, CDU), Kultusminister von Sachsen.
Christian Piwarz (45, CDU), Kultusminister von Sachsen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

"Die Entscheidung ist uns wirklich nicht leicht gefallen", so Kultusminister Christian Piwarz (45, CDU). "In den Landkreisen Nordsachsen, Zwickau und Erzgebirge müssen ab dem 22. März die Kindertageseinrichtungen sowie die Schulen schließen."

Ausgenommen sind Abschlussklassen und -jahrgänge. Die Kreise wurden bereits informiert. In den betroffenen Landkreisen wird eine Notbetreuung eingerichtet. Grund für die Entscheidung seien weiter steigende Inzidenzen in den genannten Landkreisen.

Glück haben die Stadt Chemnitz sowie die Kreise Bautzen und Mittelsachsen. Sie "rutschten" soeben erst wieder in bessere Werte. Auch der Kreis Meißen schrammt knapp an Schließungen ab Montag vorbei, kann aber doch noch angewiesen werden, ab 22. März schließen zu müssen.

Grund: Am Donnerstag war der Inzidenzwert von 100 vier Tage lang überschritten. Voraussetzung für Schließungen ist allerdings eine 5-Tages-Entwicklung …

Piwarz: Öffnung von Schulen und Kitas muss durch Testregime begleitet werden

Die Kinder müssen wieder ihre Sachen packen: Die Schulen und Kitas schließen ab Montag in einigen Landkreisen wieder.
Die Kinder müssen wieder ihre Sachen packen: Die Schulen und Kitas schließen ab Montag in einigen Landkreisen wieder.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Zur Erklärung: Der Präsenzunterricht an Schulen und die Kitabetreuung kann wiederaufgenommen werden, wenn der 100er Inzidenzwert an fünf Werktagen unterschritten wird.

Von der notwendigen Schließung der Einrichtungen kann abgewichen werden, wenn das Überschreiten des maßgeblichen Inzidenzwertes auf einen konkreten räumlich begrenzten Anstieg der Infektionszahlen (Hotspot) zurückzuführen ist, der mit dem Betrieb von Kindertageseinrichtungen und Schulen nicht im Zusammenhang steht.

Ebenso kann von der Schließung abgesehen werden, wenn bereits ein Rückgang des Inzidenzwertes festgestellt wurde, der ein baldiges Unterschreiten erwarten lässt. Diese Ausnahmeregelungen waren für die betroffenen Landkreise nicht einschlägig und konnten daher nicht angewandt werden.

Piwarz generell: "Ziel muss es ein, dass nach den Osterferien die Öffnung von Schulen und Kitas durch ein intensives Testregime begleitet werden kann. Damit wäre der Betrieb in den Einrichtungen vergleichsweise sicher. Gleichzeitig kann damit der Inzidenzwert nicht mehr alleinig ausschlaggebend für die Bewertung der Situation sein."

Sachsenweit liegt die Inzidenz bei 109,7. Von Mittwoch zu Donnerstag gab es mehr als 1300 Neuinfizierte. 14 Menschen starben.

Titelfoto: Frank Rumpenhorst/dpa

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