Kleiner Grenzverkehr nach Tschechien verboten: Tank-Touren und Einkaufs-Trips können teuer werden

Dresden/Prag - Die Einkaufs- und Tankfahrt nach Tschechien kann für Sachsen teuer werden. Am Montag hat das Nachbarland Deutschland als Risikoland eingestuft und die Einreisebestimmungen verschärft.

Flatterband und Betonsperren am deutsch-tschechischen Grenzübergang von Bärenstein im Erzgebirge.
Flatterband und Betonsperren am deutsch-tschechischen Grenzübergang von Bärenstein im Erzgebirge.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Nur wer triftige Gründe hat, kann testlos für höchstens zwölf Stunden in Tschechien einreisen:

Dazu zählen außer Pendlern Menschen die "aus außergewöhnlichen gesundheitlichen, familiären oder arbeitsbedingten Gründen ins Nachbarland fahren".

"In diesem Fall ist es jedoch erforderlich, die Dringlichkeit der Situation mit geeigneten Unterlagen nachzuweisen", so Ondrej Kratoska, Sprecher des tschechischen Innenministeriums.

"Alle Dinge, die eine Person im eigenen Land erledigen kann, sollten dort erledigt werden", so der Sprecher. "Dazu zählen auch Einkaufen und Tanken."

Die tschechische Polizei wird zwar keine neuen Grenzkontrollen einführen, aber im Rahmen ihrer Tätigkeit die Einhaltung der Verordnung kontrollieren.


Erwischte Einkaufstouristen werden nicht nur nach Hause geschickt, ihnen drohen zudem Bußgelder.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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