Klimawandel in Sachsen: Matsch und Unkraut statt reicher Ernte

Dresden - Sachsens Bauern haben wieder Grund zum Klagen. Waren es in den letzten Jahren die Dürre-Ausfälle, spült nun der Dauerregen die Hoffnungen auf eine gute Ernte davon.

Wohl dem, der seine Ernte noch vor dem großen Regen eingefahren hat. Jetzt sind die Äcker voller Matsch.
Wohl dem, der seine Ernte noch vor dem großen Regen eingefahren hat. Jetzt sind die Äcker voller Matsch.  © Hendrik Schmidt/dpa

Das schlechte Wetter führe dazu, dass die Bauern nur schleppend vorankommen und es auf matschigen Äckern ständig zu Verzögerungen komme, sagte Andreas Jahnel vom Sächsischen Landesbauernverband.

Bei den aktuellen Witterungsbedingungen sprieße das Unkraut und es könne nicht geerntet werden. Wann die Getreideernte in diesem Jahr beendet werde, sei so nicht absehbar.

Jahnel: "Es ist eine einzige Katastrophe, wenn ich das Wetter der letzten Tage jetzt betrachte."

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Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes reduzierten sich die Erträge beim Roggen im Vergleich zum Erntejahr 2020 um 23 Prozent.

Bei der Sommergerste seien es 14 Prozent weniger gewesen. Und mit sieben Prozent Rückgang erzielte der Raps demnach sogar das schlechteste Ergebnis seit zehn Jahren.

Das Getreide auf diesem Feld ist teilweise plattgedrückt - häufige Regenfälle erschweren die Ernte.
Das Getreide auf diesem Feld ist teilweise plattgedrückt - häufige Regenfälle erschweren die Ernte.  © Bodo Schackow/dpa
Andreas Jahnel vom Sächsischen Landesbauernverband spricht von einer "Katastrophe".
Andreas Jahnel vom Sächsischen Landesbauernverband spricht von einer "Katastrophe".  © Steffen Füssel

Die zunehmenden Wetterextreme sind laut Landwirtschaftsministerium "mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den Klimawandel zurückzuführen".

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa

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