Kommt das Bildungsticket für Sachsens Schüler nun doch nicht?

Dresden - Hat da einer zu früh gejubelt? Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (46, SPD) bekommt Gegenwind für sein Projekt "Bildungsticket".

Muss weiter um sein Bildungsticket kämpfen: Verkehrsminister Martin Dulig (46, SPD).
Muss weiter um sein Bildungsticket kämpfen: Verkehrsminister Martin Dulig (46, SPD).  © dpa/Sebastian Kahnert

Obwohl er vor einem Monat Vollzug meldete, grätscht ihm nun Landes-Kassenwart Hartmut Vorjohann (57, CDU) dazwischen.

Eigentlich soll das Ticket ab dem neuen Schuljahr kommen. Dann, so der Plan, fahren Schüler für 15 Euro pro Monat kreuz und quer durch ihren regionalen Verkehrsverbund. Auch in der Freizeit.

Versprochen wird das Ticket inzwischen seit sechs Jahren ... Nun aber sagt Vorjohann: "Moooment!"

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Woher die 50 Millionen Euro dafür, bitte schön, kommen sollen?

Gerade in Corona-Zeiten, die die Finanzplanungen auf den Kopf stellen.

Duligs Sprecher betonte am Dienstag: "Es ist nicht nur ein Herzensprojekt von Martin Dulig, des Ministeriums und der SPD - das Ticket ist auch im Koalitionsvertrag fest verankert."

Das Ticket soll Schüler ganztags für 15 Euro pro Monat von A nach B bringen.
Das Ticket soll Schüler ganztags für 15 Euro pro Monat von A nach B bringen.  © Marko Förster

Letztendlich entscheide das Parlament. "Minister Dulig ist sich sicher, dass das Bildungsticket dabei sein wird."

Die Linke im Landtag nannte das Hin und Her "unerträglich".

Titelfoto: Bildmontage: Marko Förster & dpa/Sebastian Kahnert

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