Kretschmer zum Lockdown: Keine deutliche Verschärfung, trotzdem neue Regeln!

Dresden - Sachsen soll in den nächsten Wochen nach den Worten von Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) im Wesentlichen bei seinen bisherigen Corona-Maßnahmen bleiben.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU).
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU).  © dpa/zb/Robert Michael

"Wir werden keine Verschärfung vornehmen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Dienstagabend am Rande der noch laufenden Bund-Länder-Beratungen. Bis zum 14. Februar sollen die Kontakte allerdings weiter "sehr konsequent" eingeschränkt werden.

Bereits im Vorfeld hatte der Politiker sich für eine Verlängerung des bis zum 7. Februar geltenden Lockdowns in Sachsen ausgesprochen. Der 15-Kilometer-Radius und nächtliche Ausgangsbeschränkungen sollen bestehen bleiben, so Kretschmer.

Der Regierungschef verwies auf die aktuelle Entwicklung in Großbritannien, wo sich die Inzidenz wegen der Mutation des Coronavirus innerhalb weniger Tage verzehnfacht habe. "Das wäre eine Katastrophe", so Kretschmer.

Ziel sei es, in den nächsten vier Wochen die Zahl der Neuinfektionen deutlich zu senken.

Kretschmer: Verschärfte Maskenpflicht und mehr Homeoffice

Der FF2-Masken-Zwang bleibt aus. Aber solche OP-Masken sollen öfter getragen werden müssen.
Der FF2-Masken-Zwang bleibt aus. Aber solche OP-Masken sollen öfter getragen werden müssen.  © 123RF/Renata Karkliuviene

Zudem sprach er sich am Dienstagabend für eine verschärfte Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr aus: Es müsse keine FFP2-Maske sein, aber ein medizinischer Mundschutz könne helfen. "Das ist ein Cent-Artikel, der mittlerweile überall verfügbar ist."

Auch soll verstärkt Arbeiten im Homeoffice erreicht werden, betonte Kretschmer. "Je mehr Menschen ihre Arbeit von zu Hause erledigen können, desto weniger Kontakte gibt es." Im ZDF sprach er davon, dass sich das Bundeskabinett damit beschäftigen wolle, um einen "konkreten Handlungsrahmen" vorzugeben.

Er appellierte an die Menschen, sich in den kommenden drei bis vier Wochen an die Regeln zu halten. "Dann werden wir ein niedriges Infektionsgeschehen haben und auch die Möglichkeit, Dinge zu ermöglichen, auf die wir uns so sehr freuen."

Die Beratungen von Bund und Ländern laufen derzeit noch, unter anderem haben sich die Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) auf eine schärfere Maskenpflicht und eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 14. Februar verständigt.

Eine Einigung auf ein gesamtes Beschlusspapier gab es aber zunächst noch nicht.

Titelfoto: Montage: 123RF/Renata Karkliuviene, dpa/zb/Robert Michael

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