Kurz vor Ende der Sommerferien: Viele Baustellen an Sachsens Schulen

Leipzig - Gut eine Woche vor dem Ende der Sommerferien sind die Sanierungen in vielen sächsischen Schulen in vollem Gange.

An der Schule am Palmengarten im Leipziger Westen wird gebaut: Während der Sommerferien sind die Sanierungen in vielen sächsischen Schulen in vollem Gange.
An der Schule am Palmengarten im Leipziger Westen wird gebaut: Während der Sommerferien sind die Sanierungen in vielen sächsischen Schulen in vollem Gange.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

Die Stadt Dresden etwa ist derzeit an 14 Schulen im Einsatz - dort werden Fenster und Dächer renoviert oder Brandschutzanlagen installiert, wie die Stadt mitteilt. An drei Schulen werden die Außenanlagen erneuert. Insgesamt kosten die Baumaßnahmen gut 5,7 Millionen Euro - Fördermittel des Freistaats mit eingerechnet. "Die Maßnahmen werden aber in den Sommerferien noch nicht endgültig abgeschlossen", heißt es von der Stadt.

Auch Chemnitz hat die Ferien für Arbeiten genutzt. An 23 Schulen würden kleinere Sanierungen durchgeführt, teilt die Stadt mit - Kostenpunkt: Knapp 300.000 Euro. Auf der Liste stehen etwa der Musikkeller am Dr.-Wilhelm-André-Gymnasium und Brandschutzmaßnahmen im Keller der Unteren Luisenschule.

Die Stadt Leipzig greift für laufende Instandsetzungen ebenfalls tief in die Tasche. 18,4 Millionen Euro stehen zur Verfügung - allerdings für das gesamte Jahr 2021.

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"Über dieses Bauprogramm hinaus wird die Digitalisierung von Schule mit Hochdruck vorangetrieben. So wurden die Sommerferien unter anderem genutzt, um neun Schulen mit LAN-Infrastruktur zu ertüchtigen", schreibt Schulamtsleiter Peter Hirschmann.

Sachsen lässt sich Schulsanierungen und Neubauten einiges kosten

Auch die Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in Leipzig-Grünau wird derzeit saniert.
Auch die Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in Leipzig-Grünau wird derzeit saniert.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

Weitaus teurer ist in Leipzig jedoch das Schulbauprogramm, mit dem neue Kapazitäten an den Schulen geschaffen werden sollen.

Mehr als 143 Millionen Euro hat die Stadt für das Jahr 2021 für sogenannte investive Maßnahmen eingeplant - gemeint sind komplexe Sanierungen, Neubauten und Erweiterungen von Schulgebäuden. "Derzeit wird in Leipzig an 19 Baustellen im Bereich Schule gearbeitet", erklärte der Amtsleiter.

In Chemnitz laufen ebenfalls Arbeiten auf größeren Baustellen, die in den Sommerferien nicht beendet werden können - etwa die Sanierung und Erweiterung der Sprachheilschule Ernst Busch, die insgesamt gut 17 Millionen Euro kosten soll.

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Einen Teil der Baukosten bei diesem Projekt übernimmt Sachsen mit rund sechs Millionen Euro.

Auch andernorts lässt sich der Freistaat die umfassenden Schulsanierungen und Neubauten einiges kosten. So steht in diesem Jahr ein Budget von 68 Millionen Euro für Förderbescheide für neue Schulbauvorhaben zur Verfügung, wie das Kultusministerium mitteilt.

25 Millionen Euro sind demnach für die kreisfreien Städte Dresden, Leipzig und Chemnitz vorgesehen.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

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