"Landesverband handlungsunfähig": Wie geht's weiter bei den Freien Wählern?

Dresden - Der Fall Steffen Große bewegt die politische Landschaft in Sachsen.

Steffen Große (52).
Steffen Große (52).  © Thomas Türpe

Wie berichtet, war der 52-Jährige vom Bundesvorstand mit sofortiger Wirkung seines Amtes als Landesvorsitzender enthoben worden, wogegen er noch am Tag beim Schiedsgericht der Bundesvereinigung Freie Wähler Widerspruch einlegte.

Der Rauswurf sei nur "das Ende eines Prozesses" gewesen, heißt es aus der Bundeszentrale. Konkreter will man nicht werden. Auch im Kündigungsschreiben vom 7. Juli, das TAG24 vorliegt, ist kein Grund für die "Ordnungsmaßnahme" aufgeführt.

"Überrascht" und "ratlos" zeigte sich Antje Hermenau (56). Die ehemalige Parteigröße der Grünen hatte Großes Landesverband der Freien Wähler 2019 im Wahlkampf beraten.

Zugleich kandidierte sie bei der Landtagswahl, allerdings auf einem aussichtslosen Listenplatz. Zwar habe es immer mal Kritik am Führungsstil Großes gegeben, hier aber schieße man mit Kanonen auf Spatzen, findet sie.

Im Übrigen zerlege sich die Partei damit ein Jahr vor der Bundestagswahl selbst. Der sächsische Landesverband werde handlungsunfähig gemacht.

Titelfoto: Thomas Türpe

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