Mann (34) mit Schlauchboot auf Neiße gekentert: Seither fehlt von ihm jede Spur

Görlitz - Drama auf der Neiße - mit tödlichem Ausgang?

Rettungskräfte vor Ort.
Rettungskräfte vor Ort.  © xcitepress

Samstagmittag gegen 13.15 Uhr verunglückten auf der Neiße südlich von Görlitz zwei Schlauchbootfahrer. Während sich die 32-jährige Frau unverletzt ans polnische Ufer retten konnte, fehlt von ihrem 34-jährigen Ehemann bislang jede Spur.

Das Pärchen hatte die Schlauchboottour bei einem polnischen Anbieter gebucht. Um die Mittagszeit muss die durch den Regen derzeit starke Neißeströmung die beiden das Wehr zwischen den Ortslagen Deutsch Ossig und Hagenwerder hinuntergerissen haben - über zwei Meter tief! Dabei kenterte das Boot, blieb anschließend wie festgezurrt kopfüber direkt am Wehr liegen.

Rettungskräfte vermuteten den vermissten Mann anfangs unter dem Boot. Weil mithilfe zweier eingesetzter Polizei- und Rettungshubschrauber das Boot jedoch nicht umgedreht werden konnte, wurde es mit dem Strahl eines Wasserwerfers der Feuerwehr ans polnische Ufer gedrückt.

Dieses Schlauchboot kenterte in dem Fluss.
Dieses Schlauchboot kenterte in dem Fluss.  © xcitepress

Dort stellten Retter jedoch fest, dass sich niemand unter dem Boot befand.

Die Suche nach dem vermissten 34-Jährigen wurde bis zum späten Nachmittag fortgesetzt. "Taucher können erst am Sonntag zum Einsatz kommen, weil das Wehr nicht abgestellt und die Strömung gefährlich werden kann", sagte Polizeisprecherin Anja Leuschner (33).

Die verunglückte Frau steht unter Schock. Das Schlauchboot wurde beschlagnahmt.

Titelfoto: xcitepress

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