Wegen Corona: Bus und Bahn in Sachsen verzeichnen Millionenverluste

Dresden - Ein dramatischer Rückgang der Fahrgastzahlen in der Corona-Krise hat den Verkehrsbetrieben im Freistaat erhebliche Einbußen beschert.

Eine S-Bahn fährt vor der historischen Altstadtkulisse Dresdens über die Elbe. Während des Lockdowns gingen die Fahrgastzahlen um bis zu 90 Prozent zurück.
Eine S-Bahn fährt vor der historischen Altstadtkulisse Dresdens über die Elbe. Während des Lockdowns gingen die Fahrgastzahlen um bis zu 90 Prozent zurück.  © Robert Michael/dpa

Der Sächsische Städte- und Gemeindetag geht nach Hochrechnungen davon aus, dass die Einnahmeausfälle mit rund 138 Millionen Euro zu Buche schlagen.

Während des Lockdowns sei auf einigen Strecken die Zahl der Fahrgäste um bis zu 90 Prozent zurückgegangen, erklärte der Sprecher des Verkehrsverbundes Oberelbe, Christian Schlemper. 

Inzwischen liege die Auslastung wieder bei Werten zwischen 66 und 75 Prozent der regulären Nachfrage.

Bei der Chemnitzer Verkehrs-AG sank die Zahl der Fahrgäste während des Lockdowns um etwa 60 Prozent, im Juni lag das Minus noch bei rund 20 Prozent. 

Ein ähnliches Bild auch bei den Dresdner Verkehrsbetrieben: Im März und April nutzten täglich nur noch knapp 150.000 Fahrgäste Bus und Bahn, vorher waren es mehr als 600.000. 

Aktuell sei die Zahl wieder auf rund 400.000 Fahrgäste angestiegen, sagt Sprecher Falk Lösch.

Titelfoto: Robert Michael/dpa

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