Minister-Erlass: Sachsens Finanzämter unterstützen Flutopfer und Spender!

Dresden - Hochwasserhilfe jetzt auch vom Finanzamt: Um die von den jüngsten Überschwemmungen in Sachsen betroffenen Menschen zu entlasten, sollen ihnen Steuern gestundet werden. Auch Spender an die Hochwasserhilfe sollen durch Entbürokratisierung unterstützt werden.

Wie geht es nun weiter? Das fragen sich auch diese massiv geschädigten Hochwasser-Opfer des Ortes Krippen (Sächsische Schweiz).
Wie geht es nun weiter? Das fragen sich auch diese massiv geschädigten Hochwasser-Opfer des Ortes Krippen (Sächsische Schweiz).  © imago images/Max Stein

Geflutete Häuser und Gärten, abgerutschte Hänge, unterspülte Straßen - vor knapp zwei Wochen hatte Starkregen Flüsse und Bäche in der Sächsischen Schweiz und in Ostsachsen über die Ufer treten lassen. Umweltminister Wolfram Günther (48, Grüne) sprach von Schäden in Millionenhöhe.

Um die Betroffenen zu entlasten, brachte sein für Finanzen zuständiger Kabinettskollege Hartmut Vorjohann (58, CDU) jetzt einen Finanzamts-Erlass heraus.

Der sieht vor, dass vom Hochwasser Geschädigten fällige Steuern zinsfrei gestundet werden. Gleiches gilt für Steuervorauszahlungen. Auch soll auf Vollstreckungsmaßnahmen verzichtet werden.

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Rücksicht nehmen die Finanzämter laut Ministerium auch, wenn wichtige Buchführungsunterlagen von der Flut weggespült wurden.

Man wolle den von der Hochwasser-Katastrophe Betroffenen ein Stück Last von den Schultern nehmen, erklärte Finanzminister Vorjohann.

Finanzminister Hartmut Vorjohann (58, CDU, r.) hat per Erlass verfügt, dass vom Hochwasser Betroffene Steuererleichterungen bekommen.
Finanzminister Hartmut Vorjohann (58, CDU, r.) hat per Erlass verfügt, dass vom Hochwasser Betroffene Steuererleichterungen bekommen.  © Bildmontage: imago images/Max Stein & Sebastian Kahnert/dpa

Auch Spender werden unterstützt

Die Feuerwehren sind mittlerweile weg aus den sächsischen Hochwasser-Gebieten, geblieben sind Schäden in Millionenhöhe.
Die Feuerwehren sind mittlerweile weg aus den sächsischen Hochwasser-Gebieten, geblieben sind Schäden in Millionenhöhe.  © imago images/Max Stein

Auch Sachsen, die Hochwasserhilfe-Initiativen Geld spenden, sollen entlastet werden.

"Bis zum 31. Oktober 2021 genügt unter anderem ein vereinfachter Spendennachweis für Zuwendungen, die zur Hilfe auf ein für den Katastrophenfall eingerichtetes Sonderkonto eingezahlt wurden", teilte das Ministerium mit.

Dabei ist es egal, ob mit dem Geld Hochwasser-Opfern in Sachsen, Rheinland-Pfalz oder NRW geholfen wird.

Titelfoto: Bildmontage: imago images/Max Stein & Sebastian Kahnert/dpa

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