Mit 98 Jahren durch Feuer alles verloren: Kann Oma Herta zurück in ihre Wohnung?

Freital - Flammen zerstörten ihre Wohnung in Freital, raubten ihr Hab und Gut: Mit ihrer Tochter hofft Herta Niese (98) nun, dass sie bis Weihnachten aus ihrem Notquartier zurück in ihr Zuhause kann (TAG24 berichtete). Doch wird ihr Vermieter die Sanierung rechtzeitig schaffen?

Herta Niese (98) wohnt in einer Notunterkunft und will zurück nach Hause.
Herta Niese (98) wohnt in einer Notunterkunft und will zurück nach Hause.  © Montage: Holm Helis

"Ich will zurück in meine Wohnung", sagt Oma Herta. Sie wird noch vor Heiligabend 99 Jahre alt, will das Weihnachtsfest mit Tochter Ursula Westphal (73) in der alten Wohnung feiern. 

Doch diese sei durch den Brand "im Grunde total zerstört worden", sagt Henryk Eismann, Chef der Wohnungsgesellschaft Freital (WGF). 

"Alle Innenwände mussten entfernt werden. Der Fußbodenestrich muss mindestens teilweise entfernt und erneuert werden, was Trocknungszeiten nach sich zieht." 

Auch Decken und Elektrik müssten teils erneuert werden. "So verständlich und menschlich nachvollziehbar der Wunsch der beiden Damen ist, dieses Ziel ist praktisch nicht umsetzbar", so Eismann. 

Auch die Versicherung sei am Verfahren beteiligt, der Schaden betrage nach erster Schätzung 150.000 Euro.

Oma Hertas Nachbarn, Werner Hohndorf (76) und Monika Leupelt (75), vor dem Brandhaus.
Oma Hertas Nachbarn, Werner Hohndorf (76) und Monika Leupelt (75), vor dem Brandhaus.  © Holm Helis

Einen Lichtblick gibt es: Nachbar Werner Hohndorf (76) bestellte der Seniorin einen neuen Rollstuhl, nachdem der alte durch das Feuer beschädigt wurde, die Krankenkasse für Ersatz aber zunächst Versicherungs-Schreiben benötigt. 

Am heutigen Donnerstag soll der Rollstuhl ankommen, damit Oma Herta nach drei Wochen im Notquartier endlich wieder an die frische Luft kann. 

Titelfoto: Montage: Holm Helis

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