Mit Eilantrag vor Gericht: Dresdner Mutter verlangt Öffnung von Grundschulen!

Dresden - Eilantrag von einer Mutter aus Dresden! Die Grundschulen in Sachsen sollen sich wieder öffnen.

Laura Kölsch (41), Mutter einer Achtjährigen, klagt auf Öffnung der Grundschulen.
Laura Kölsch (41), Mutter einer Achtjährigen, klagt auf Öffnung der Grundschulen.  © Norbert Neumann

Am Montag beginnt für Sachsens Schüler wieder der Unterricht. Während die Abschlussklassen dann in ihre Schulen zurückkehren, ist für alle anderen der Präsenzunterricht weiter verboten.

Dagegen wehrt sich nun Laura Kölsch (41) aus Dresden und hat beim Oberverwaltungsgericht in Bautzen einen Eilantrag gestellt.

Das Ziel: Die Grundschulen sollen nach den Winterferien wieder öffnen.

"Mit dem Verbot des Präsenzunterrichts ist entschieden worden, Grundschüler so gut wie nicht zu beschulen", sagt die Mutter einer achtjährigen Tochter.

In ihrer Dresdner Grundschule wird beispielsweise fast ausschließlich mit Aufgabenzetteln und nur vereinzelt mit Lernvideos gearbeitet. Die Ergebnisse werden oft nicht von den Lehrern überprüft.

"Es geht aber nicht darum, die Schule zu kritisieren", betont Kölsch.

Stattdessen sollen die landesweiten Bestimmungen geändert werden.

Wann die Grundschüler in ihre Schulen zurückkehren können, ist offen.
Wann die Grundschüler in ihre Schulen zurückkehren können, ist offen.  © Caroline Seidel/dpa

Klägerin Laura Kölsch: Bei Bildung geht es auch um soziale Aspekte

Beim Lernen zu Hause fehlen nach Ansicht der Klägerin auch die sozialen Aspekte.
Beim Lernen zu Hause fehlen nach Ansicht der Klägerin auch die sozialen Aspekte.  © Jonas Güttler/dpa

"Die Kinder in dem Alter sind keine große Infektionsgefahr. Deshalb halte ich es für möglich, den Unterricht wieder stattfinden zu lassen", sagt sie.

Dabei geht es nicht nur um die reine Wissensvermittlung, die derzeit auf die drei Hauptfächer begrenzt ist.

"Bildung ist mehr als rechnen lernen. Es geht auch um soziale Aspekte", so Kölsch. Und für die braucht es den Schulbesuch. Dass der aber bereits am Montag für die Grundschüler stattfinden wird, ist ausgeschlossen.

Bevor über den an diesem Dienstag eingereichten Antrag entschieden wird, wird er nämlich zunächst dem Sozialministerium für eine Stellungnahme zugestellt.

Dass sich ihr Antrag mit den von der Landesregierung in Aussicht gestellten Lockerungen ab Mitte Februar erledigt haben könnte, glaubt Kölsch nicht.

"Ich habe da nicht viel Hoffnung", sagt sie.

Titelfoto: Bildmontage: Norbert Neumann & Caroline Seidel/dpa

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