Nach Corona-Absagen: Weicht Sachsen jetzt auf diese Weihnachtsmärkte aus?

Leipzig - Weihnachtsmärkte wird es in Sachsen auch in diesem Jahr nicht geben. Jedenfalls keine legalen. Doch jenseits der Landesgrenzen stehen sie teilweise noch, die geschmückten Marktbuden. Hier drehen sich Karussells und Riesenräder, riecht es nach Glühwein und gebrannten Mandeln. Und auch Sachsen sind herzlich willkommen.

Adventszauber im Wald: Der Möllensdorfer Wald-Weihnachtsmarkt, hier ein Foto aus dem Vorjahr, findet an jedem Advents-Wochenende statt.
Adventszauber im Wald: Der Möllensdorfer Wald-Weihnachtsmarkt, hier ein Foto aus dem Vorjahr, findet an jedem Advents-Wochenende statt.  © PR

Beginnen wir in Sachsen-Anhalt: Seit Montag weihnachtet es in der Lutherstadt Wittenberg. Im historischen Zentrum laden 62 Buden zum Bummeln und Verweilen ein. Es gilt die 3G-Regel. "Ich hatte schon Anfragen von Leuten aus Dresden, ob sie kommen können - na klar sind die Sachsen bei uns willkommen", sagt Marktleiterin Stefanie Trepesch (42).

Auch in Dessau ist der Adventsmarkt bereits im Gange. Täglich von 10 bis 20 Uhr sind die Tore offen - ebenfalls für Getestete, Genesene und Geimpfte. "Wir freuen und auf alle fröhlichen Menschen", stellt Markt-Chef Dirk Merkel (57) klar.

Noch ein Geheim-Tipp ist der Möllendorfer Wald-Weihnachtsmarkt bei Coswig/Anhalt. Die knapp 50 Stände sind mitten im Wald aufgebaut. "Bei uns wird viel Selbstgebasteltes angeboten", erzählt Organisatorin Anke Schröter (50). Geöffnet ist an den Adventswochenenden jeweils samstags und sonntags von 12 bis 19 Uhr. Auch hier gilt 3G.

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In Weißenfels und Magdeburg finden die Weihnachtsmärkte ebenfalls statt - allerdings dürfen sich dort nur Geimpfte und Genesene in den Trubel stürzen.

Blick nach Magdeburg: Die Lichter der Buden des Weihnachtsmarktes auf dem Alten Markt brennen. Zugang gibt's allerdings nur mit 2G-Zertifikat.
Blick nach Magdeburg: Die Lichter der Buden des Weihnachtsmarktes auf dem Alten Markt brennen. Zugang gibt's allerdings nur mit 2G-Zertifikat.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Weihnachtsmärkte in Thüringen: Erst auf, dann zu

Seit Mittwoch dreht sich die Pyramide auf dem Weihnachtsmarkt in Quedlinburg. Hier gilt aktuell die 2G-Regel, ab dem 1. Dezember dann 2G plus Test.
Seit Mittwoch dreht sich die Pyramide auf dem Weihnachtsmarkt in Quedlinburg. Hier gilt aktuell die 2G-Regel, ab dem 1. Dezember dann 2G plus Test.  © Matthias Bein/dpa
Besucher gehen über den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche. Hier gilt Maskenpflicht.
Besucher gehen über den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche. Hier gilt Maskenpflicht.  © Carsten Koall/dpa

Auch in Quedlinburg lässt man sich das Feiern nicht verbieten. Am Mittwoch empfingen die Marktleute vor der Kulisse der alten Fachwerkhäuser erstmals Gäste. An den Wochenenden laden zudem elf historische Höfe zum "Advent in den Höfen" mit Raritäten-Markt ein. Auch hier gilt die 2G-Regel, zudem wurde in Teilen der Innenstadt eine Maskenpflicht angeordnet.

Während Brandenburg sämtliche Weihnachtsmärkte abgeblasen hat, bleiben sie in Berlin offen. Die größten sind vorm Roten Rathaus und an der Gedächtniskirche. Dort gilt allerdings Maskenpflicht.

Auch in unseren Nachbarländern finden Weihnachtsmärkte statt. Etwa an sechs verschiedenen Plätzen in Prag (2G) und auch im Herzen von Breslau.

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Blick nach Thüringen: Bis Mittwochabend herrschte auf den drei Weihnachtsmärkten in Erfurt noch Glühwein-Glückseligkeit. Auch Weimar, Gotha und Eisenach waren am Feiern. Doch dann schlug die Thüringer Landesregierung mit der Verbots-Keule dazwischen. Ab dem heutigen Donnerstag darf nicht mehr geöffnet werden.

Titelfoto: Montage: Matthias Bein/dpa;

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