Nach Hochwasser-Katastrophe: Verbraucherzentrale Sachsen fordert Versicherungspflicht

Leipzig - Angesichts der jüngsten Hochwasser-Ereignisse hat die Verbraucherzentrale Sachsen (VZS) die Einführung einer gesetzlichen Versicherungspflicht gegen Elementarschäden gefordert.

Noch immer herrscht in vielen Hochwassergebieten das blanke Chaos, so wie hier in Bad Münstereifel in Nordrhein-Westfalen.
Noch immer herrscht in vielen Hochwassergebieten das blanke Chaos, so wie hier in Bad Münstereifel in Nordrhein-Westfalen.  © Federico Gambarini/dpa

"Jedes weitere Jahr ohne Versicherungspflicht setzt mehr Menschen der wachsenden Gefahr aus, bei der nächsten Naturkatastrophe vor den Trümmern ihrer Existenz und dem finanziellen Ruin zu stehen", sagte der Vorstand der Verbraucherzentrale, Andreas Eichhorst, am Mittwoch in Leipzig. Das Vorhaben sei notwendig, gewollt, möglich und bezahlbar.

In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Verbraucherzentrale hatten sich 59 Prozent der mehr als 1000 Befragten für eine Versicherungspflicht ausgesprochen.

Auch eine nach Risiko gestaffelte Prämie zwischen 5 und 50 Euro monatlich halten fast drei Viertel der befragten Eigentümer für angemessen.

Sachsen bekommt schon wieder neue Corona-Regeln: Mehr 2G wird möglich
Sachsen Sachsen bekommt schon wieder neue Corona-Regeln: Mehr 2G wird möglich

"Die neue Bundesregierung wird sich deshalb hoffentlich im Koalitionsvertrag mit klaren Worten zu einer Versicherungspflicht gegen Naturgefahren bekennen", sagte Eichhorst.

"Die Sommerflut 2021 hat die mit dem Klimawandel zunehmenden Gefahren von Starkregen ins Bewusstsein von Politiker, Behörden und Experten gebracht", betonte Reimund Schwarze vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung.

Diese Entwicklung müsse stärker in die Planungen von Bebauung, Hochwasserschutz und Versicherungen berücksichtigt werden.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

Mehr zum Thema Sachsen: