Nach wochenlanger Trockenheit: Brandgefährliche Situation in Sachsens Wäldern

Dresden - Achtung: Die Waldbrandgefahr in vielen sächsischen Regionen ist aktuell hoch. Und sie steigt weiter – eine brandgefährliche Situation.

Bisher hat es in diesem Jahr im sächsischen Wald noch nicht gebrannt. Aber: Die aktuelle Waldbrandgefahr steigt bis Sonntag für den Norden bis auf die höchste Warnstufe. (Symbolbild)
Bisher hat es in diesem Jahr im sächsischen Wald noch nicht gebrannt. Aber: Die aktuelle Waldbrandgefahr steigt bis Sonntag für den Norden bis auf die höchste Warnstufe. (Symbolbild)  © viesinsh/123RF

Seit Freitagfrüh gilt für den gesamten Norden des Freistaats die Waldbrandstufe 4, also die zweithöchste Einstufung überhaupt. Einzige Ausnahme: der Stadtkreis Leipzig.

Für den heutigen Samstag sagt Renke Coordes vom Staatsbetrieb Sachsenforst eine weitgehend flächendeckende 4 voraus, für Sonntag in den nördlichen Landkreisen sogar eine 5. Alarmstufe rot!

Ursache dafür ist vor allem Trockenheit. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war Sachsen mit Niederschlägen von 60 Litern pro Quadratmeter im Februar das zweittrockenste Bundesland.

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"Zudem", sagt Renke Coordes, "sind die Tage aktuell sonnenreich, die Nächte frostig." Beides erhöht die Trockenheit. Dazu komme aktuell heftiger Wind, der Laub und Äste am Boden weiter austrockne. Nur ein Funke genügt - und schon brennt der Wald!

Für die allermeisten Waldbrände sind Menschen verantwortlich: eine weggeworfene Kippe, ein Lagerfeuer, ein zurückgelassenes Grillset. "Das ist unbedingt zu vermeiden", so Coordes.

Renke Coordes (38) vom Staatsbetrieb Sachsenforst rät zur Vorsicht.
Renke Coordes (38) vom Staatsbetrieb Sachsenforst rät zur Vorsicht.  © SBS

Übrigens: Regen würde die im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährliche Situation gründlich entspannen. Doch davon keine Spur. Nach den Wetter-Vorhersagen fällt die ganze kommende Woche kaum ein Tropfen.

Titelfoto: viesinsh/123RF

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