Nachbarschaftshilfe: Sachsen nimmt Corona-Patienten aus Tschechien auf

Karlsbad/Dresden - Sachsen hat die ersten neun Betten für Corona-Patienten aus Tschechien freigegeben. Die ersten Krankentransporte könnten demnächst kommen.

Kreishauptmann Petr Kulhanek (49) geht davon aus, dass die Patiententransporte bald starten.
Kreishauptmann Petr Kulhanek (49) geht davon aus, dass die Patiententransporte bald starten.  © Imago images

"Ich bin sehr froh über die Zusage", sagt Petr Kulhanek (49), Kreishauptmann des Karlsbader Kreises, zu TAG24.

Die Zeit drängt. Bei steigenden Corona-Zahlen (Dienstag: fast 16.000 Neuinfektionen) werden die Intensivbetten knapper. Der gesamte Karlsbader Kreis hatte am Mittwoch noch vier.

Die sächsischen Kapazitäten werden in das tschechische Dispatching-System eingepflegt, von sächsischer Seite die Bettenzahlen regelmäßig aktualisiert.

Der Ablaufplan steht: Die tschechische Seite übernimmt die Transporte und die Übersetzung der Krankenakte ins Deutsche. "Wenn die Lage so bleibt, werden wir bald die ersten Transporte nach Sachsen durchführen", so Kulhanek.

Sachsens Sozialministerium bestätigt die neun Betten für Patienten aus Tschechien. Darüber, welche Krankenhäuser die ersten tschechischen Patienten aufnehmen, hält sich das Sozialministerium bedeckt: "Weitere Details können wir noch nicht nennen."

Die Transporte werden die Tschechen durchführen.
Die Transporte werden die Tschechen durchführen.  © Generaldirektion Feuerwehr/Kucera

Auch das Tschechische Gesundheitsministerium erhielt dazu keine Info: "Uns wurde noch nichts Konkretes mitgeteilt", so Sprecherin Viktorie Plivova.

Titelfoto: Generaldirektion Feuerwehr/Kucera

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