Bis zu 92.000 Euro gefordert! Betrüger versuchen, mit Todesnachrichten zu schocken

Hohenstein-Ernstthal/Adorf/Klingenthal - Die Betrüger werden immer dreister! Jetzt versuchten Täter mehrfach, mit Schocknachrichten Geld von Senioren zu erbeuten.

Betrüger haben im Landkreis Zwickau und im Vogtlandkreis versucht, mit Schocknachrichten von Rentnern Geld zu ergaunern. Die Senioren fielen aber nicht darauf herein. (Symbolbild)
Betrüger haben im Landkreis Zwickau und im Vogtlandkreis versucht, mit Schocknachrichten von Rentnern Geld zu ergaunern. Die Senioren fielen aber nicht darauf herein. (Symbolbild)  © dpa/Rene Ruprecht

Wie die Polizei mitteilte, erhielten eine 91 Jahre alte Frau in Adorf/V. und eine 83-Jährige in Hohenstein-Ernstthal solche Anrufe. Eine Frau, die sich als Familienmitglied ausgab, berichtete von einem schweren Unfall mit Todesfolge. Sie brauche einen fünfstelligen Geldbetrag, um nicht ins Gefängnis zu müssen.

Die Anruferin biss bei den beiden Rentnerinnen allerdings auf Granit: "Zu einem Vermögensschaden kam es in beiden Fällen glücklicherweise nicht, da die beiden Rentnerinnen nicht auf die Forderungen eingingen und das Telefongespräch beendeten", so ein Polizeisprecher.

Bereits am Dienstag hatten zwei Senioren aus Klingenthal ähnliche Anrufe erhalten. Ein 93-Jähriger erhielt einen Anruf von einer angeblichen Polizeihauptkommissarin aus Zwickau. Seine Tochter soll angeblich einen tödlichen Unfall verursacht haben. Sie sei nun in Haft und könne nur freikommen, wenn er einen Betrag in Höhe von 92.000 Euro zahle.

Die Anruferin soll mit einem ausländischen Akzent gesprochen haben.

Polizei warnt vor solchen Anrufen

Fast zur gleichen Zeit erhielt eine gleichaltrige Frau einen ähnlichen Anruf. Wieder gab sich die Anruferin als Polizistin aus. Diesmal sollte eine Nichte einen schweren Unfall verursacht haben und nur durch Zahlung von 20.000 Euro um eine Gefängnisstrafe herumkommen.

Auch diese beiden Rentner ließen sich von den Geschichten nicht beeindrucken und gingen nicht auf die Forderungen ein.

Die Polizei warnt trotzdem:

"Da sich derartige Sachverhalte in den vergangenen Wochen häufen, weist die Polizei erneut eindringlich darauf hin, auf keine Forderungen einzugehen und die Telefongespräche zu beenden. Bitte machen Sie keine Angaben zu Geldsummen, die Sie im Haus aufbewahren oder auf dem Konto zur Verfügung haben. Geschädigte werden gebeten, sich umgehend mit dem zuständigen Polizeirevier in Verbindung zu setzen."

Titelfoto: dpa/Rene Ruprecht

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