Einsturzgefahr! Flammenhaus im Vogtland musste sofort abgerissen werden

Reichenbach - Die schwere Schaufel des Baggers grub sich Stück für Stück durch die Hälfte des Flammen-Hauses. Das ausgebrannte Gebäude in der Reichenbacher Fritz-Ebert-Straße, in dem ein älteres Ehepaar (beide 75) am Samstag dem Feuer zum Opfer fiel, stellte auch am Montag noch eine Gefahr für die Anwohner dar.

Nachdem ein Rentner-Ehepaar (beide 75) in diesem Haus in der Reichenbacher Fritz-Ebert-Straße verbrannte, musste das Gebäude abgerissen werden. Es drohte umzukippen.
Nachdem ein Rentner-Ehepaar (beide 75) in diesem Haus in der Reichenbacher Fritz-Ebert-Straße verbrannte, musste das Gebäude abgerissen werden. Es drohte umzukippen.  © Maik Börner

Denn das Gebäude, das nach hinten bereits absackte, drohte umzukippen. Immer wieder wechselten sich Feuerwehr und Abrissunternehmen ab.

Mal wurde abgetragen. Dann stieg Rauch auf und es wurde gelöscht. Keine geeignete Arbeitsbasis für die Brandermittler, die am Montag immerhin versuchten, sich mit Drohnen ein Bild von der möglichen Brandursache zu machen.

"Sie haben mit Sicherheit ihre eigene Art Leben geführt. Aber es waren gute, liebe Leute", sagte ein Mann, der etwas abseits das Geschehen beobachtete. Er ist einer der letzten Angehörigen, die Lothar und Marion B. hatten. Sie lebten zurückgezogen.

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In einem Gebäude, das so vollgestellt war, dass die Feuerwehr nicht einmal durch die Haustür zur Rettung hinein konnte.

Brandgutachten soll zeigen, ob Nachbarhaus noch bewohnbar ist

Am Tag zuvor beobachteten Anwohner und Schaulustige das Geschehen. Das frisch renovierte Nachbarhaus wurde durch den Brand in Mitleidenschaft gezogen.
Am Tag zuvor beobachteten Anwohner und Schaulustige das Geschehen. Das frisch renovierte Nachbarhaus wurde durch den Brand in Mitleidenschaft gezogen.  © André März

"Man hat sie vielleicht einmal gesehen, wenn sie zum Einkaufen gefahren sind", erzählte ein Nachbar. Erst gegen Abend herrschte Leben in dem Haus, das für Marion und Lothar B. zur Todesfalle wurde. Dann hörten die Nachbarn Hammer und Säge - es wurde oft gewerkelt.

Gewerkelt wurde kürzlich auch am frisch renovierten Nachbargebäude, das nur eine Brandschutzmauer vom Flammenhaus trennt.

Überall dort, wo der Ruß nicht hinkam, leuchtet der mintgrüne Anstrich. Das Dach wurde neu gedeckt. Im Eingangsbereich stand am Montag ein Pakete-Stapel mit Fliesen. Nun muss das Brandgutachten zeigen, ob das Nachbarhaus überhaupt noch bewohnbar ist.

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Die in der Feuernacht evakuierte Familie darf derzeit nicht in ihr Zuhause.

Titelfoto: Maik Börner

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