Sechs Jahre nach Vergewaltigung beim Stadtfest: 40-Jähriger vor Gericht

Falkenstein/Zwickau - Sechs Jahre nach der Vergewaltigung einer Frau (33) in Falkenstein/Vogtland hat die Staatsanwaltschaft einen Pakistaner im Visier. Der Mann behauptet allerdings, er habe nur helfen wollen, weil das Opfer betrunken durch die Gegend torkelte.

Ejaz M. (40) muss sich wegen Vergewaltigung verantworten.
Ejaz M. (40) muss sich wegen Vergewaltigung verantworten.  © Ralph Kunz

"Ich habe damit nichts zu tun", beteuerte Ejaz M. (40). Nachdem der Fall fünf Jahre ruhte, hat ein neuer DNA-Abgleich einen Treffer ergeben.

Am Tatort, eine Bank nahe der Falkensteiner Turnhalle, sowie unter den Fingernägeln des Opfers hat Ejaz M. Spuren hinterlassen. Seine Erklärung: "Sie war betrunken und ist hingefallen. Ich habe ihr auf die Bank geholfen." Danach sei er auf seinem Fahrrad nach Hause geradelt.

Die Frau hatte mit Freunden das Stadtfest besucht. Sie geriet mit ihrem Freund in Streit und verließ das Festgelände. Bis auf die Tat könne sie sich an nichts erinnern. "Er hat mich zu Boden gestoßen und die Jeans heruntergerissen. Als ich mich weiter wehrte, ist er geflohen." Den Angeklagten könne sie nicht als Täter identifizieren.

"Uns fehlen vier Stunden. Es riecht nach K.-o.-Tropfen", gab Richter Torsten Sommer zu bedenken. Es sei nicht ausgeschlossen, dass die DNA-Spuren unter den Fingernägeln von der Hilfeleistung stammen. Dennoch droht dem Pakistaner Knast.

Am Amtsgericht Auerbach kassierte er bereits zwei Jahre und zehn Monate Haft. Fortsetzung folgt.

Titelfoto: Ralph Kunz

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