Neuer Bomben-Verdacht: Plauen droht schon wieder Evakuierung

Plauen - Vor rund zwei Wochen drohte Plauen die größte Evakuierungsaktion seit dem Zweiten Weltkrieg (TAG24 berichtete). Doch die verdächtigen Gegenstände, die an der Syra- und Bleichsstraße entdeckt wurden, entpuppten sich als Schrott. Auf zwei weiteren Baustellen besteht hingegen weiterhin Bomben-Verdacht.

Stadtsprecherin Silvia Weck (51) hofft, dass eine Evakuierung vermieden werden kann.
Stadtsprecherin Silvia Weck (51) hofft, dass eine Evakuierung vermieden werden kann.  © Ellen Liebner

Kampfmittelsucher entdeckten bereits im Frühjahr verdächtige Metallgegenstände unter der Paul-Schneider-Straße und an der Syra nahe der ehemaligen Sternquell-Brauerei.

"Derzeit laufen die Vorbereitungen für weitergehende Untersuchungen mit dem Ziel, genauere Informationen zu den Störwerten zu erhalten", berichtet Stadtsprecherin Silvia Weck (51).

Erst wenn diese abgeschlossen sind, soll an einem Evakuierungsplan gearbeitet werden. Über 14.000 Menschen wären betroffen. Aus guten Gründen wurden die verdächtigen Objekte an den weiteren Verdachtsstellen nicht schon vor zwei Wochen freigelegt.

"Für die von der Evakuierung betroffenen Pflegeheime um die Paul-Schneider-Straße hätten nicht ausreichend Notunterkünfte zur Verfügung gestanden", so Weck. Außerdem waren die voraussichtlichen Evakuierungsbereiche nicht deckungsgleich.

Nahe der ehemaligen Sternquell-Brauerei liegen verdächtige metallische Gegenstände unter der Erde.
Nahe der ehemaligen Sternquell-Brauerei liegen verdächtige metallische Gegenstände unter der Erde.  © Uwe Meinhold

"Hätten wir die Untersuchung ohne Vorankündigung durchgeführt und tatsächlich ein Kampfmittel gefunden, hätten viele Bürger unangekündigt evakuiert werden müssen. Ich gehe davon aus, dass dies auf Unverständnis gestoßen wäre."

Titelfoto: Ellen Liebner, Uwe Meinhold

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