Kaum Beachtung für Neonazi-Kundgebung in Plauen

Plauen - Mit 15 Personen haben sich Anhänger der rechtsextremen Kleinstpartei Der dritte Weg am 1. Mai in Plauen versammelt. Wie ein Polizeisprecher sagte, waren bei der einstündigen Kundgebung keine anderen Zuschauer anwesend.

Einer Kundgebung der rechtsextremen Kleinstpartei Der dritte Weg wurde am 1. Mai kaum Beachtung geschenkt.
Einer Kundgebung der rechtsextremen Kleinstpartei Der dritte Weg wurde am 1. Mai kaum Beachtung geschenkt.  © Ellen Liebner

Zunächst hatte der Vogtlandkreis die Aktion, die eine Einzelperson angemeldet hatte, abgelehnt. Wie der Polizeisprecher sagte, entschied das Verwaltungsgericht Chemnitz am Donnerstagabend, dass die Kundgebung unter Auflagen doch stattfinden darf. 

Das Verwaltungsgericht war für eine Auskunft nicht zu erreichen.

Im vorigen Jahr hatte am 1. Mai ein Aufzug mit Menschen mit Fackeln und Trommeln in Plauen harsche Kritik ausgelöst. 

Die meisten Teilnehmer hatten beige T-Shirts mit dem Aufdruck "National revolutionär sozialistisch" getragen. Es war eine Debatte entbrannt, warum der zuständige Vogtlandkreis einen Aufzug in dieser Form zugelassen hatte. 

Nach Angaben des Polizeisprechers trugen die Kundgebungsteilnehmer ein Jahr später zwei Fahnen.

Trotz Corona: Kleine Demos am 1. Mai angemeldet

Wegen der Corona-Pandemie sind Versammlungen am 1. Mai nur in Ausnahmefällen möglich. In mehreren Orten in Sachsen wurden kleine Demonstrationen genehmigt, wie eine Umfrage der dpa bei den Landkreisen und kreisfreien Städten ergab.

In Chemnitz wurden zwei Infostände genehmigt, einer von der Initiative "Aufstehen gegen Rassismus" und einer der AfD. Zudem plant die Linke eine Veranstaltung am Karl-Marx-Monument mit fünf Teilnehmern, teilte die Stadt mit. 

Titelfoto: Ellen Liebner

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